Der Andrang beim Jubiläumstreff der Vespa-Freunde ist groß.
Der Andrang beim Jubiläumstreff der Vespa-Freunde ist groß.
Hertlein
Roth
Die beste Nachricht bekamen die Teilnehmer beim Vespa-Roller-Treffen in Kühedorf noch vor dem Start mitgeteilt: Auch 2018 wird es diese Veranstaltung wieder geben. „Eigentlich wollten wir nach dem zehnten Mal aufhören, aber man ist an uns herangetreten, ob wir nicht irgendwie weitermachen können“, sagte Organisator Bernd Seltmann. „Jetzt machen wir es halt nochmal, dann sehen wir weiter.“

Die Vespa Freunde, die es bei der Anreise nicht so weit hatten, düsten mit der Vespa am Freitagnachmittag an, andere chauffierten ihr Gefährt 540 Kilometer per Anhänger. Eben wie die Ziskas mit ihrer roten Leder-Kombi. 2011 hatten sie als Mitglied des deutschen Vespavereins in Österreich in Zell am See geheiratet, als Geschenk bekamen sie eine Kutschenfahrt für und in Roth, eskortiert von fränkischen Vespa-Freunden auf ihren Rollern. Das verbindet, schweißt zusammen. Sie sind heuer zum dritten Mal in Franken dabei. „Das zwanglose Treffen unter Freunden macht es aus, dass wir zusammenkommen, und es gibt keine Vereinsmeierei“, sagt Thomas Ziska. Hinzu komme natürlich das gemeinsame Cruisen durch die Gegend und das Kennenlernen neuer Städte und Orte.

Trotz widriger Witterungsumstände ließen sich die Vespa-Freaks ihre gute Laune nicht verderben und konnten auch den Verzicht auf Bürgermeister Helmut Bauz verkraften, der anderweitige Termine hatte und nicht zur Begrüßung erschienen war. „Mit der Wiederwahl wird es schwer“, scherzte einer der Teilnehmer.

Kurz vor 11 Uhr ging es dann ohne den Segen der Gemeindechefs auf die Reise. An einer Tankstelle in Roth war der erste Stopp. Auftanken für die etwa 130 Kilometer lange Strecke. Richtung Hilpoltstein, Freystadt, Hofberg, Greding, Obermässing, Heideck und Kühedorf. Der Konvoi wurde angeführt von Organisator Bernd Seltmann. Gattin Annelie, ihres Zeichens Natur- und Landschaftsführerin, Gästeführerin Fränkisches Seenland, Kirchenführerin (Bistum Eichstätt), Pilgerbegleiterin am Jakobsweg, Sagenführerin am Sagenwanderweg Heidenberg, freie Mitarbeiterin im „Hubert-Schwarz-Zentrum“ und Gästeführerin der Stadt Roth hatte zuvor an ihre Zweiradstars Lunchpakte verteilt.

„Die Idee dieser Treffs wurde vor elf Jahren geboren, als im Internet die Foren entstanden waren“, erinnert sich Seltmann. „Ich hatte als begeisterter Vespa-Roller-Anhänger dann eben den Wunsch, so ein Treffen durchzuführen.“ Das erste Mal hätte man sich in Schwaig getroffen, das zweite Mal in Brunnau zwischen Roth und Allersberg. „Seitdem treffen wir uns in Kühedorf.“ Die Bevölkerung im Ort helfe dazu und unterstütze das Rollertreffen. „Wir sind eine eingeschworene Gemeinschaft, die die Vespa-Leidenschaft gemeinsam auslebt.“