So empfiehlt das Gremium dem Stadtrat, die Teilnahme der Stadt Roth am Energieeffizienz-Netzwerk für Kommunen im Jahr 2018 fortzuführen. Zwei Gemeinden, drei Landkreise und eine katholische Diözese tauschen sich dort über Projekte und Erfahrungen in Sachen Energiemanagement aus. Ebenso hat der Ausschuss dem Stadtrat nahegelegt, er solle der Beteiligung Roths an einem Forschungsprojekt zur Einführung eines digitalen Energie-Monitorings für die Liegenschaften der Stadt zustimmen.

Ferner soll die Stadt nach dem Beschluss des Bauausschusses die Grundschule Pfaffenhofen und zwei Mehrfamilienhäuser in der Wattstraße in den nächsten Jahren in zwei Bauabschnitten energetisch ertüchtigen. Zunächst wird jeweils eine neue Heizanlage installiert. Danach soll für alle Häuser auch eine Sanierung der Gebäudehülle erfolgen. Mittelfristig soll auch das Gebäude Bahnhofstraße 50 bis 54 energetisch überarbeitet werden.

Professor Markus Brautsch vom Lehrstuhl für Energietechnik der Fachhochschule Amberg-Weiden schilderte den Ausschussmitgliedern die Vorteile eines kommunalen Energiemanagements und zeigte die Vorteile samt Einsparungen infolge konkreter Maßnahmen an den ausgewählten Gebäuden der Stadt auf. Zugleich hob er die Bedeutung digitaler Überwachungs- und Steuerungsmöglichkeiten hervor.

Dazu werden im Stadtbauhof, im Rathaus und in der Anton-Seitz-Mittelschule an die Gas-, Strom-, Wärmemengen und Wasserzähler Sensoren angebracht, die eine Datenabfrage und Auswertung per Rechner in Echtzeit ermöglichen. Über die eingebauten Systeme können die Verbräuche erfasst und analysiert werden. Diese Erkenntnisse können Anwendung für neue Projekte finden, die zu einer Steigerung der Energieeffizienz führen. Das Projekt ist auf 36 Monate angelegt und wird vom Institut für Energieinformatik der FH Amberg-Weiden begleitet. Die Kosten dafür liegen bei einmalig 30 200 Euro und 5300 Euro jährlich. Der Bauausschuss erteilte dem Vorhaben seine Zustimmung.