Roth: Erinnerungen an die Sommerferien
Die "Windblume" steht im Mittelpunkt der neuen Ausstellung im Rother Gesundheitszentrum 1. Im dortigen Foyer und in den Gängen sind die vielen Kunstwerke ausgestellt, die bei den zweiten Kinderkunsttagen des Rother Kreisjugendrings entstanden sind. - Foto: Tschapka
Roth

Bei einer Vernissage Im Rother Gesundheitszentrum 1 wurden die Werke nun der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Kreisjugendring-Vorsitzende Elke Lades-Eckstein begrüßte neben den jungen Künstlern auch viele Eltern, Verwandte und Freunde, die sehen wollten, was die Mädchen und Jungen an den drei Kreativtagen im August so alles angefertigt haben. Die Ergebnisse aus Holz, Glas, Metall oder auf Stoff und Leinwand stellte die Leiterin der Kinderkunsttage, Kreisjugendpflegerin Anja Völkl, vor. Sie nahm die Gäste der Vernissage mit auf einen Rundgang durch die Ausstellung im Foyer und in den Gängen des Gesundheitszentrums.

Im Zentrum des Foyers steht eine "Windblume", die die Kinder zusammen mit dem Stahlbildhauer Johannes Koch gefertigt haben. Einen Gang weiter hängt ein aus vielen Einzelteilen gefertigter Regenbogen. Dieser bleibt auch dort hängen bleibt, denn das Krankenhaus hat das Werk gekauft. Den künstlerischen Umgang mit Glas bekamen die Kinder von Klaus-Leo Drechsel beigebracht. Monika Engelhardt nahm die kleinen Teilnehmer mit in ihre "Weidenwerkstatt", mit Eva Haberkern malten die Kinder ihre Lieblingsbilder und mit Sabine Weigand bunte Mandalas. In die Kunst des Druckens wurden sie von Birgit Lang eingeweiht, Silke Böhm betrieb die Töpferei, und Uli Hallmeyer die Holzbildhauerei.

Landrat Herbert Eckstein zeigte sich begeistert von den ausgestellten Werken. "Da sind wirklich tolle Sachen dabei", sagte Eckstein, der sich selber gerne als Kunstsammler betätigt, weshalb sein Büro im Landratsamt mit der Zeit ein kleines Museum wird. "Es ist gut, dass die Gesellschaft langsam anfängt zu begreifen, dass jedes Kind besondere Fähigkeiten hat", sagte der Landrat und lobte das dazu passende Konzept der Kinderkunsttage. Zu diesem Konzept gehört auch, dass die Eltern ihre Kinder schon ab 7.45 Uhr zu den ganztägig stattfindenden Kinderkunsttagen bringen könnten - ideal für berufstätige Mamas und Papas.

Neben großen Gemeinschaftsobjekten wie tönernen Stelen oder großformatigen Bildern hatten die Kinder auch die Gelegenheit, sich an kleineren Kunstwerken zu versuchen, die sie auch mit nach Hause nehmen dürfen - allerdings erst nach der jetzt eröffneten Ausstellung. Wie Anja Völkl berichtete, hatte es im Vorfeld sogar Tränen gegeben hatte, weil sich die Kinder von ihrer Kunst nicht trennen wollten - nicht mal vorübergehend. Käuflich zu erwerben sind dagegen die raumgreifenden Gemeinschaftswerke wie etwa die Windblume im Foyer. Interessierte haben noch bis Mitte November die Gelegenheit, sich die Werke der zweiten Kinderkunsttage des Kreisjugendrings im Gesundheitszentrum 1 anzusehen.