Roth: "Ein Höchstmaß an Professionalität"
Uwe Heyder (3. v. l.) und Bernd Patek (7. v. l.) erhalten das Bayerische Feuerwehrkreuz in Gold. Hans-Jürgen Patek (rechts) folgt Jochen Danninger (Mitte) als stellvertretender Kommandant nach. Es gratulieren: Kommandant Markus Dombrowsky, Kreisbrandinspektor Roland Ritthammer, Kreisbrandmeister Werner Löchl, Bürgermeister Ralph Edelhäußer und Ehrenkommandant Werner Weigel (von links). - Foto: Schmitt
Roth

Hans-Jürgen Patek löst jetzt Jochen Danninger ab, der nach zwölf Jahren als stellvertretender Kommandant und 24 Jahren in Führungspositionen kürzertreten will. Markus Dombrowsky dankte dem 47-Jährigen für seinen Einsatz und hofft, er werde sein enormes Fachwissen auch weiter in die Feuerwehrarbeit einbringen.

Basis jeder Freiwilligen Feuerwehr in Bayern ist ein Verein, der als Träger der Einrichtung fungiert. Hier hat die Rother Wehr bei ihrer Versammlung den Vorstand neu gewählt. Als Vorsitzender wurde Bernd Patek mit großer Mehrheit ebenso im Amt bestätigt wie André Stay als Kassier. Als Schriftführerin trat Ulrike Naumann neu an. Sie löste Sandra Burkhardt ab, die nicht mehr zur Wahl antreten wollte. Zu Kassenprüfern sind erneut Gerhard Lösel und Konrad Flierl gewählt worden.

Zweiter Höhepunkt der Jahresversammlung waren staatliche Ehrungen für zwei Feuerwehrleute. Bernd Patek und Uwe Heyder erhielten das Bayerische Feuerwehrkreuz in Gold für 40 Jahre aktiven Dienst in den Reihen der Rother Katastrophenschützer. Sieben weitere ehrenamtliche Feuerwehrleute sind vom Rother Feuerwehrverein für viele Jahre aktiven Dienst ausgezeichnet worden. Alexander Bott und Reinhold Reiter rücken seit 30 Jahren zu Einsätzen aus. Seit 20 Jahren retten, löschen und bergen in Roth Lars Olson, Peter Lehmeyer und Andreas Gluch. Seit zehn Jahren sind Florian Farnbacher und Christian Wiltschko aktive Feuerwehrmänner.

Das Jahr 2017 war für die Feuerwehr Roth höchst ereignisreich. Dabei standen nicht nur die Lösch- und Rettungseinsätze im Vordergrund: Im Januar sind auch vier neue Feuerwehrfahrzeuge übergeben worden. "Für mich eine Mammutaufgabe", erklärte der erst kurz davor eingesetzte Kommandant Markus Dombrowsky. Er konnte zudem ein kleines Wachstum des Personalstamms vermelden: "Wir können uns über einen Zuwachs von zwölf Feuerwehrdienstleistenden freuen."

2017 waren laut Dombrowsky deutlich mehr Einsätze als 2016. Insgesamt rückte die Wehr 226-mal aus, was eine Steigerung um fast 25 Prozent darstellt, den 2016 wurde die Rother Feuerwehr nur 182 Mal gerufen. Auch im vergangenen Jahr lagen die technischen Hilfeleistungen zahlenmäßig an der Spitze. 109 Mal wurde 2017 die Feuerwehr in Roth gerufen, um bei Verkehrsunfällen zu helfen, Keller auszupumpen, Gasgeruch nachzugehen, Sturmschäden zu beseitigen, Vermisste zu suchen und Wohnungstüren zu öffnen. Bei den 45 Brandeinsätzen waren zwei Großbrände zu verzeichnen. 32 Mal waren es kleinere Brände und viermal war das Feuer bei Eintreffen der Wehr bereits gelöscht. Viermal gab es zudem blinden Alarm.

"Auch die emotionale Belastung der Einsatzkräfte steigt ständig", war der Kommandant überzeugt. Bei den 226 Einsätzen hätten 3483 Feuerwehrleute 5696 Stunden geleistet, um in Roth für Sicherheit zu sorgen. Dombrowsky lobte zudem die Ortsteilwehren Roths und die Feuerwehren der umliegenden Gemeinden für die Unterstützung. Mit Blick auf das Jahr 2018 schilderte der Kommandant wichtige Aufgaben für die Feuerwehr in Roth. So wolle er eine Kinderfeuerwehr einrichten, um den Nachwuchs schon frühzeitig zu interessieren. Ferner müsse "die große Mängelliste der Feuerwehrhäuser verkleinert und ein Feuerwehrbedarfsplan erstellt werden", so Dombrowsky.

Roths Bürgermeister Ralph Edelhäußer (CSU) dankte den Floriansjüngern für ihren Einsatz und bescheinigte ihnen "ein Höchstmaß an Professionalität". Anerkennung sprach er auch dem seit einem Jahr amtierenden Kommandanten aus. "Der Laden läuft", so Edelhäußer. Er versicherte der Feuerwehr, großen Rückhalt im Stadtrat zu besitzen. Kreisbrandinspektor Roland Ritthammer erinnerte an den eminenten Zeit- und Organisationsaufwand, den eine so große Feuerwehr erfordere. Er dankte insbesondere für den hohen Einsatz der Feuerwehrleute bei Übungen und lobte die Jugendarbeit in Roth. Stadtratsmitglied Andreas Buckreus (SPD) ist Polizeibeamter bei der Rother Inspektion. Er dankte der Feuerwehr im Auftrag der Leitung seiner Dienststelle für die gute Kooperation.