Roth: Am Fuße des Himalaya
Bei einer Lesung im Turm von Schloss Ratibor stellen Werner Tapprich (rechts) und Gerdt Rohrbach das Buch "Rhododendronblüte" vor. - Foto: Unterburger
Roth

"Zwei meiner Reisen führten mich in das Annapurna-Gebiet, die andere nach Zentralindien", berichtete Werner Tapprich, "aus meinen Erlebnissen entstanden Episoden über Land und Leute." Im Jahre 2013 sei er in der Fremde gewesen, um die Rhododendronblüten zu bewundern. Tapprich hat seine Reiseberichte in eine fiktive Rahmenhandlung eingebunden. In Ich-Form erzählt er von Mirko, der sich unsterblich in die schöne Aayusha verliebt und dem es gelingt, nach vielen Irrungen und Wirrungen die verschleppte Aayusha aus indischer Zwangsprostitution zu befreien und sie und ihre Schwester Birscha zurück nach Nepal zu bringen.

Tapprich und Gerdt Rohrbach entführten die Zuhörer in eine fremde, unbekannte Welt. In den ersten Kapiteln erzählt der Autor von zwei jungen Menschen aus Nepal und Deutschland. Sie schaffen es trotz zahlreicher Probleme, trotz Vorurteile und diametral gegensätzlicher Weltbilder, ihr Schicksal zu meistern.

Da ist die jugendliche Aayusha, die als Älteste mit sechs Geschwistern aufwächst. Das Auskommen auf dem elterlichen Hof reicht nicht aus, um all die hungrigen Mäuler zu stopfen. Aayusha ist einem dicken Bauernsohn versprochen, den sie aber nicht heiraten will. Und da ist Mirko aus Deutschland, der zu seinem Abitur eine Abenteuerreise geschenkt bekommen hat. Sein Wunsch ist es, nach Nepal zu fliegen.

Tapprich beschreibt Tagesausflüge, Landschaften, die Natur und viele Begegnungen mit Menschen aus dem Nepal. Sein Protagonist Mirko ist fasziniert von Aayusha. Die beiden kommen sich näher und verlieben sich. Er verliert sie aus den Augen, doch als er sie wieder trifft, verletzt ihn ein eifersüchtiger junger Mann mit einem Messer. Aayusha und ihre Schwester Birscha werden nach Indien verschleppt und gezwungen, als Prostituierte zu arbeiten. Im zweiten Teil des Buches fährt Mirko mit dem Zug durch Indien, um Aayusha zu suchen. Zusammen mit seinem Freund Alex befreit er sie und ihre Schwester Birscha schließlich aus einem Bordell. Nach einer abenteuerlichen Flucht fahren sie zurück nach Nepal.

Der Rother Alpenverein hat 2015, als im April ein Erdbeben Nepal erschütterte, zu einer Spendenaktion zugunsten der Erdbebenhilfe aufgerufen. Insgesamt 510 Euro wurden von den Mitgliedern gespendet. Die Summe erhöhte sich später auf 700 Euro. Das Geld wurde zum Wiederaufbau der Häuser verwendet. Mit der Hilfsaktion "Jedem Bürger ein Euro" konnte den Menschen in dem vom Erdbeben stark geschädigten Nepal ebenfalls geholfen werden. Für 18 Jungen und 20 Mädchen erfüllte sich mit dem Spendengeld ein Wunschtraum: Ihre Schule wurde wieder aufgebaut. Zusätzlich konnte ein Trinkwasserprojekt bewilligt werden.