Bei "Hands up 5" von Regens Wagner werden am ehemaligen Bahnhof Zell die Reisekoffer ausgeladen.
Bei "Hands up 5" von Regens Wagner werden am ehemaligen Bahnhof Zell die Reisekoffer ausgeladen.
Leykamm
Hilpoltstein
Bei "Hands up 5" haben die Verantwortlichen nun in der Tat große Register gezogen: Star des Abends dürfte der international erfolgreich auftretende John Smith sein. Der ebenso berühmte wie gehörlose Komiker aus England wird am "Bahnhof Zell", so das Motto in Anlehnung an die einstige, unweit entfernte Gredl-Station, gerne aussteigen und für Lachsalven sorgen.

Das alles natürlich passend zum Thema: So spielt er in einem Sketch etwa die Situation einer Fahrkartenkontrolle nach. Als der Schaffner den schlafenden, auf sein Zurufen nicht reagierenden, tauben Fahrgast für aus dem Leben geschieden hält, kann die kuriose Pointe nicht ausbleiben.

Marcus Willam ist mit der kabarettistischen Welt Smiths nicht nur selbst bestens vertraut, sondern der Lokalmatador wird am bunten Bahnhofsabend auch in seiner klassischen Rolle als "Pantomamo" auftreten. "Es ist für mich das größte Geschenk, wenn ich Menschen zum Lachen bringen kann", sagt Willam. Sein Vorbild ist übrigens Maxim Fomitchev - gehörloser Künstler des "Cirque du Soleil".

Für gute Stimmung wollen zwei weitere Gruppen sorgen: Das Duo "Oli & Alex" alias Oliver Kuchenbäcker und Alexander Jahn sowie das Ensemble "Handtheater" aus den eigenen Regens-Wagner-Reihen. Es hat sich außerdem ein Überraschungsgast angekündigt, dessen Darbietungen etwas mit Hip-Hop zu tun haben sollen.

Durch den Abend, dessen Programm um 19 Uhr beginnt, führt "Konjo". Der Moderator heißt mit bürgerlichen Namen Konrad Rubin und ist ebenfalls ein gehörloser Mitarbeiter der gastgebenden Einrichtung. Die Sprachbarriere wird bei der Veranstaltung niedergerissen, wofür zwei Gebärdensprachdolmetscher sorgen. Ende ist voraussichtlich gegen 22 Uhr, der Eintritt beträgt 13 Euro (für Kinder 9 Euro). Karten im Vorverkauf gibt es bei Regens Wagner Zell. "Hands up 5" lockt aber schon um 14 Uhr in die Kulturfabrik. Dann starten die kostenfreien Workshops, die sich um die Themen "Bahnhof" und "Zauberei" drehen: Lokomotiven und Hexen basteln ist angesagt. In Hinführung an das Varietétheater um 15 Uhr. Dann steht das artistische Märchen "Knallburgas Reise zum Mond" mit viel Seiltanz und Jonglage auf dem Programm. Die Besenreiterin verfliegt sich auf dem Weg zum Mond und landet auf einem wundersamen "Seilplaneten", auf dem sie den besten "Seilkrautgärtner" des Universums trifft. Annette Will und Axel S nennen sich die beiden Akteure aus dem Raum Mainz, die dieses 50-minütige Stück in Gebärdensprache zur Aufführung bringen. Synchron dazu ist der passende Dialog auch aus den Lautsprechern zu hören. Der Eintritt beträgt hier fünf Euro, geeignet ist das Stück für Kinder ab fünf Jahren.

Den ganzen Nachmittag und Abend können sich die Besucher im Foyer der Kulturfabrik auch als Schaffner oder Hexe fotografieren lassen.