Mittwoch, 30.05.2012 |

 

05.12.2011 18:47 Uhr | 42x gelesen
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Landkreis Roth mit Nachholbedarf


Bild: Landkreis Roth mit Nachholbedarf. Hilpoltstein Hilpoltstein (HK) Jedes dritte Unternehmen im Landkreis Roth möchte in Energiesparmaßnahmen investieren. Und 18 Prozent des Stroms, der im Landkreis verbraucht wird, stammen aus regionalen und regenerativen Energiequellen.

Hilpoltstein (HK) Jedes dritte Unternehmen im Landkreis Roth möchte in Energiesparmaßnahmen investieren. Und 18 Prozent des Stroms, der im Landkreis verbraucht wird, stammen aus regionalen und regenerativen Energiequellen.


Hilpoltstein: Landkreis Roth mit Nachholbedarf
 
Das ist das erste Zwischenergebnis einer laufenden Untersuchung des „Regionalmanagements“ des Landkreises.

Dort laufen alle Fäden für das „Kommunale Energiekonzept“ zusammen, an dem derzeit intensiv gearbeitet wird.

Um diese Ergebnisse zu diskutieren und Schlüsse daraus zu ziehen, trafen sich vor kurzem unter dem Dach des Landratsamtes zum ersten Mal 23 Vertreter aus Wirtschaft und öffentlichem Leben; unter anderem aus Land- und Forstwirtschaft, Handwerk, Industrie, Energieversorgern, Naturschutz und Verwaltung, zusammengefasst im Expertenkreis „Energie“. Im Mittelpunkt dieser Runde standen Vorstellung und Diskussion der ersten Zwischenergebnisse des landkreisweiten Energiekonzepts, für das derzeit die Informationen gesammelt werden.

Regionalmanager Andreas Scharrer erläuterte zu Beginn des Treffens die Aktivitäten, die seit der Auftaktveranstaltung im Juni dieses Jahres vorangetrieben und über das Regionalmanagement koordiniert werden. Neben umfangreichen Energieabfragen bei den Gemeinden, Energieversorgern und Kaminkehrern im Landkreis, wurden an 650 Unternehmen und knapp 200 Gaststätten- und Unterkunftsbetriebe Fragebögen versandt, um Aufschluss über deren Energiebedarf zu erhalten.

Rund 35 Prozent der angeschriebenen Unternehmen lieferten bereits Daten an das Regionalmanagement. „Die Auswertung ist in vollem Gange“, erklärte Andreas Scharrer. Demzufolge zeichne sich ab, dass ein Drittel der Unternehmen beabsichtige, in den nächsten zwei Jahren in Energiesparmaßnahmen zu investieren. Jedes fünfte Unternehmen meldete Beratungsbedarf zu Themen wie Fotovoltaik, Kraft-Wärme-Kopplung, Abwärmenutzung und Einsparung an. Deutlich wurde in den Rückmeldungen, dass die Betriebe vom Landkreis und den Gemeinden vor allem eine neutrale und kompetente Beratung erwarten.

Professor Markus Brautsch vom „Institut für Energietechnik“ stellte in der Expertenrunde dar, dass 2010 der Strombedarf im Landkreis Roth 406,8 gWh (Gigawattstunden) betrug. Dies entspräche einem Pro-Kopf-Verbrauch von 3276 Kilowattstunden pro Jahr und liegt damit unter dem bayernweiten Durchschnitt (2009: 6100 kWh). 72 Millionen Kilowattstunden des gesamten Landkreis-Stromverbrauchs werden bereits über erneuerbare Energien in der Region erzeugt. Das entspricht einem Anteil von 17,7 Prozent. Zum Vergleich: Die landesweite Quote liegt bei 21,7 Prozent (2009). Das Feld der regenerativen Stromerzeugung in der Region führt die Fotovoltaik mit 58 Prozent an. Gefolgt von Kraft-Wärme-Kopplung (29), Wasserkraft (13) und Windkraft (1). Brautsch machte auch deutlich, dass etwa ein Drittel des Endenergieeinsatzes im Landkreis Roth auf den Bereich Verkehr entfällt.

In der Diskussion brachten die Experten noch einige Ergänzungen und Vorschläge für die weitere Entwicklung der Studie ein. Diese sollen nun, soweit möglich, eingearbeitet werden. Als Nächstes werden die Daten ausgewertet, die nicht leitungsgebundene Energieträger, wie Heizöl und Biomasse, betreffen. Außerdem wird in allen Gemeinden ermittelt, welche Energieträger dort vor Ort wesentlich sind.

 


Hilpoltsteiner Kurier

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