Hilpoltstein: Zeitreise in die Woodstock-Ära
Jimi Hendrix auf dem T-Shirt und in den Fingern: Voodoo Chile Experience versetzt den Kreuzwirtskeller in die 60er Jahre. - Foto: Hertlein
Hilpoltstein

In Seattle geboren, mit 27 Jahren 1970 in London gestorben und 48 Jahre später sind die Hendrix-Stücke noch immer Perlen. Coverbands und Tributegruppen gibt es wie Sand am Meer, da ist ein fränkisches Trio (neben Falk sind es Bernhard Kreubel am Bass und Oli Pfeifer am Schlagzeug), das sich an Glanznummern des unsterblichen Gitarrengottes heranwagt, schon selten. Die Ausnahme ist das Tribute-Trio, das Ende Januar sein fünfjähriges Bestehen feierte. Hendrix selbst spielte am 16. Januar 1969, also im Woodstock-Jahr, in der Nürnberger Meistersingerhalle.

So groß ist der Kreuzwirtskeller nicht, aber genauso voll wie damals die Meistersingerhalle. Sänger und Gitarrist Falk beflügelt die Zeitreise. Er kommt seinem Idol in vielerlei Hinsicht sehr nahe, von der Art, wie er Hendrix interpretiert, vom Gitarrenspiel, vom Gesang: rau, ruppig, kantig, voller Leidenschaft, voller Temperament, energiegeladen und emotional am Limit. Zum Konzertende hin lässt Falk Erinnerungen an Woodstock wach werden. Beim richtungsweisenden Festival im August 1969 spielte Hendrix, besser gesagt, zerlegte Jimi die US-Nationalhymne "Star Spangled Banner" in alle Einzelteile, verzerrt das Kultstück. Und Falk steht ihm da mit erstaunlichen Qualitäten in nichts nach. Er hat Jimi total verinnerlicht. Nach dem Phone-Feuerwerk samt "Purple Haze" ein ergreifendens Finale mit "The Wind Cries Mary".

Dazwischen fehlt es an nichts. "Stone Free, "Hey Joe", "Foxy Lady", "Voodoo Chile", "Red House" - alle Stücke sind im Programm. Auch Programmgestalter Martin Kapfenberger ist begeistert: "Daumen hoch."

Der Hendrix-Spirit im Kreuzwirtskeller versetzt Berge, das rustikale Ambiente macht die Zeitreise zu einem besonderen Erlebnis möglich.