Hilpoltstein: Weiche Herzen schlagen in der Rockerbrust
Foto: Manfred Klier
Hilpoltstein

"Jo's Toyrun 2017" hieß das Unternehmen, das von Jörg (Jo) Krahl vom Wolfmen-Motorradclub Schwabach zusammen mit seiner Frau Margit organisiert worden war. "Kinderaugen zum Leuchten bringen" ist das Motto, unter dem seit vielen Jahren Spenden, Spielsachen und andere Gegenstände für Kinder gesammelt werden. Heuer kam nun der Auhof in den Genuss dieser Aktion.

In einer Sternfahrt waren die Bikerinnen und Biker mit ihren Motorrädern und Trikes zur Steintribühne in Nürnberg angereist. Aus Schwabach, Nürnberg, Eichstätt, Frankfurt und vielen anderen Orten waren sie gekommen. Die weitesten hatten eine achtstündige Fahrt aus Bremen hinter sich.

Am Treffpunkt in Nürnberg wurden die T-Shirts des MC Wolfmen Schwabach an die Teilnehmer verkauft. Der Erlös und die Spenden wurden in einem fest verschraubten Motorradhelm deponiert. Dann zog die Gruppe nach Hilpoltstein zum Auhof.

"Was soll ich sagen", wandte sich dort Jo Krahl an die Schar der Teilnehmerinnen und Teilnehmer: "Das ist eine geile Nummer! Ich danke allen Schwestern und Brüdern, egal aus welchem Chapter sie gekommen sind!" Christian Gampel vom Auhof, der Leiter des Bereichs Wohnen, und Bewohner Charly bedankten sich schon im Voraus für die Spenden.

Nun galt es, den verschraubten Helm mit einem Kreuzschlitzschraubenzieher zu öffnen und das Geld zu zählen. Dann konnte Christian Gampel die stolze Summe von 2600 Euro verkünden. Geld genug, um Fußbälle und vieles mehr zu kaufen. Ein Begleitbus hatte außerdem Fahrräder, Bälle und Nordic-Walking-Stöcke geladen.

Dann gab auf dem Auhofer Dorfplatz Kaffee und Kuchen für die Biker. Dass in den zuweilen so hart wirkenden Kerlen mit martialischen Totenköpfen auf ihren fantasievoll gestalteten Jacken ein weiches Herz schlägt, beweisen Aufschriften wie "We care for kids" und "Don't forget your brother" sowie innige Umarmungen und nicht zuletzt die Spendenaktion. Respekt, Loyalität und Freundschaft lautet ihre Devise, denn "Der Wolf hört immer des Wolfes Heulen." Derweil glänzten die sorgsam gepflegten und polierten Maschinen in der Sonne. Schwere Harley-Davidsons standen neben Trikes mit 50-PS-Käfermotor. Eine Augenweide für jeden Motorradfan.

In kleinen Gruppen wurde schließlich das Clubhaus in Rednitzhembach angesteuert. Dort wurden in einer Tombola Gewinne für diejenigen gezogen, die zuvor mehr als zehn Euro gespendet hatten.