Hilpoltstein: Schwungvoll und hochkarätig präsentiert sich das Vokalensemble Hilpoltstein unter der Leitung von Wayne Lempke in der katholischen Stadtpfarrkirche mit seinem neuen Programm "Black & White".
Schwungvoll und hochkarätig präsentiert sich das Vokalensemble Hilpoltstein unter der Leitung von Wayne Lempke in der katholischen Stadtpfarrkirche mit seinem neuen Programm "Black & White".
Tschapka
Hilpoltstein
Mit "Black and White" hat sich Chorleiter Wayne Lempke sich diesmal etwas ganz Besonderes ausgedacht: Auf jede "weiße" Komposition aus der europäischen Chorliteratur folgte anschließend ein "schwarzes" Werk aus der afrikanischen beziehungsweise afroamerikanischen Chortradition. "Angesichts der Reihenfolge könnte man unser Konzert auch mit ‚White and Black‘ überschreiben", scherzte Lempke bei seinen einführenden Worten. Er bat die vielen Zuhörer daher, immer erst nach dem zusammengehörigen Liederpaar zu klatschen.

Genau das tat das Publikum dann auch - und zwar reichlich. Die jeweiligen Musikpaare waren Themen wie "Marienlied", "Wiegenlied" oder "Kyrie" zugeordnet, die dem Chor die Gelegenheit gaben, sein Können in kontrastierenden Stilrichtungen unter Beweis zu stellen. Los ging es zum Thema "Jubeln" mit "Exultate Justi" aus der Feder des italienischen Renaissance-Komponisten Ludovico Da Viadano, gefolgt von einem kenianischen Lou Spiritual mit dem Titel "Sigalagala", was übersetzt so viel wie "Zungenschlag" bedeutet.

Des Weiteren gab es Werke von bekannten Komponisten wie Giacomo Puccini oder Josef Rheinberger, aber auch von moderneren Künstlern wie der Jazzlegende Duke Ellington, dem norwegischer Pianisten und Komponist Ola Gjeilo oder dem US-amerikanischer Sänger, Pianisten und Songschreiber Billy Joel zu hören.

Verstärkt wurden die überwiegend temperamentvollen afrikanischen Gesänge durch Ivan Ivanchenko an der Percussion sowie von Schülerinnen und Schülern der Hilpoltsteiner Musikschule, in die das Vokalensemble in seinen ersten elf Jahren eingegliedert war. "Black and White" war nun das erste Projekt als eigenständiger Chor, und diese "Feuertaufe" darf als viel mehr als nur gelungen bezeichnet werden.