"Das Jugendschutzpaket der TIME for kids Foundation bietet 365 Tage im Jahr einen Safer Internet Day, der traditionell in Europa jedes Jahr im Februar symbolisch gefeiert wird", so der ehemalige Ministerialdirigent im bayerischen Kultusministerium, Helmut Wittmann. Wittmann und die Jugendschützerin Prof. Karla Etschenberg, beide Beiratsmitglieder der TIME for kids Foundation, setzen statt nur auf das traditionelle Anbieterprinzip auch auf das Nutzerprinzip. Danach entscheiden Erwachsene in ihrer Rolle als Erzieher, Lehrkraft oder Eltern, was Kinder und Jugendliche entsprechend ihrem Alter und ihrem Entwicklungsstand im Internet sehen sollen.

Technisch macht dieses ein Schulfilter möglich. Pornografie kann zu über 95 Prozent gesperrt werden. Internetwerbung, die die Aufmerksamkeit vom Unterrichtsgegenstand ablenkt, kann ebenfalls blockiert werden. Durch das Nutzerprinzip können Lehrkräfte mit dem Schulfilter auch die bei ihren Schülern beliebten sozialen Netzwerke wie SchülerVZ, MySpace oder Facebook sperren, jedoch in der unterrichtsfreien Zeit, in Pausenräumen oder im Sozialkundeunterricht gezielt zulassen. "Leider gehen über die Hälfte aller deutschen Schüler in Schulen ungeschützt ins Netz", so Andreas Klett, Geschäftsführer der Foundation.

Bayern wolle mit der Initiative für ein sauberes Internet an bayerischen Schulen als Musterland bundesweit eine Vorbildfunktion einnehmen, so der bayerische Innenminister Joachim Herrmann und die Bundestagsabgeordnete Dorothee Bär unisono beim Startschuss der Initiative. Auch in anderen Bundesländern wie Niedersachsen und Hessen setzen immer mehr Schulen und Schulträger auf das ganzheitliche Jugendschutzpaket. Mehr dazu zeigt der Film im Internet unter www.time-for-kids.org