Der Rother Stützpunkt war landesweit einer der ersten in Bayern.

Er steht von Beginn an unter der Leitung von Gerhard Kunz. In seinem Bericht vor dem Kreisausschuss für Soziales hat Kunz auch für 2016 "steigende Beratungszahlen" gemeldet. Deshalb haben die Pflegekassen nun einer Erhöhung der Beratungszeiten von 20 auf 25 Wochenstunden zugestimmt.

Bei 4459 Kontakten sind Angehörige, Senioren oder Menschen mit Behinderung im Lauf des Jahres 2016 über bessere Pflege für höhere Lebensqualität oder Wohnraumanpassung aufgeklärt worden. Ziele seien eine umfassende Selbstbestimmung und höhere Lebensqualität, damit Pflegebedürftige so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben können und die Angehörigen entlastet werden. 2012 waren 3395 Beratungskontakte gezählt wor-den. 2015 war der Pflegestützpunkt 4231 Mal Anlaufstelle für Pflegende und Gepflegte.

2016 waren darunter 718 Beratungen zur Wohnraumanpassung. Die Beratung existiert zumindest informell seit Start des Pflegestützpunkts im Jahre 2011. Wenig später ist sie systematisiert und verstetigt worden. "Seit 2013 machen wir intensive Wohnberatung", erklärte Gerhard Kunz. Als weiteren wichtigen Arbeitsschwerpunkt des Pflegestützpunkts schilderte Kunz eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit auf vielen Kanälen. So wolle man für das Thema sensibilisieren und die Arbeit des Stützpunkts bekannter machen.

Augenblicklich betreut der Pflegestützpunkt auch die Einrichtung einer barrierefreien Musterwohnung in Roth. Dort soll Menschen mit Pflegebedarf und ihren Angehörigen gezeigt werden, welche baulichen Möglichkeiten es gibt, um ein Gebäude oder eine Wohnung an den Pflegebedarf anzupassen. Es arbeiten 20 Handwerksbetriebe verschiedener Gewerke auf eigene Kosten.

Kreisrätin Lissy Wild-Heyder (CSU) wollte wissen, ob aufgrund der großen Nachfrage die Belastungsgrenze erreicht sei. "Doch, durchaus", meinte Kunz, "schließlich läuft Roth nach Nürnberg in Bayern am besten." Jede Beratung nehme mit der Nachbearbeitung etwa zwei Stunden in Anspruch und sei dann immer auch sehr zielführend, zeigte sich Kunz überzeugt. "Dass wir so gefragt sind, liegt am Personal des Pflegestützpunkts Roth", erklärte Kunz. Der kürzlichen Erhöhung der Öffnungszeiten sei dennoch ein hartes Ringen vorausgegangen. "Denn die Pflegekassen müssen mitgehen."