Hilpoltstein: Music Pur macht Werbung für Musikschulen
"Kids Love Music" lautet das Motto beim Benefizkonzert in der Stadthalle und 80 jugendliche Musiker beweisen das eindrucksvoll. - Foto: Klier
Hilpoltstein

Bürgermeister Markus Mahl, der Schirmherr der Veranstaltung, berichtete aus eigener Erfahrung, dass der Musikunterricht der Kinder durchaus ins Geld gehen kann. Deshalb seien solche Fördereinrichtungen besonders wertvoll.

Geheimnisvoll begann der erste Titel "Hijo De La Luna - Das Kind des Mondes", von Verena Lopez mit einfühlsamer Stimme interpretiert. Stimmig instrumental begleitet wurde sie von der Musikwerkstatt Pianissimo aus Roth. Erst mal die vier Querflöten gestimmt, dann legten die vier jungen Damen von Element Musik aus Postbauer-Heng mit Peter Tschaikowskys Blumenwalzer und Engelbert Humperdincks "Abends will ich schlafen gehn" gekonnt los. Acht geschickte Hände und 40 flinke Finger waren im Einsatz. Die Lizzy Singers gehören der gleiche Musikschule an. Jetzt waren es 25 junge Leute mit Spaß am Singen, die mit frischen, klaren Stimmen "Adiemus" des walisischen Komponisten Karl Jenkins und dann "Nella Fantasia" interpretierten, das Ennio Morricone für den Film "The Mission" geschrieben. Besonders viel Applaus gab es für den "Cup-Song", den drei der Sängerinnen geschickt und mit größter Konzentration in Klatsch-Percussion mit Bechern begleiteten.

Erst neun Jahre alt war die wohl jüngste Teilnehmerin des Konzerts, Ronja Bachmann vom Musikcentrum Delphin in Lauf an der Pegnitz. Sie spielte souverän eine Nocturne und eine Petite Berceuse wie "eine Große", auf einem Instrument, das größer als sie war.

Mit vollem Sound machte die Musikschule Hilpoltstein weiter. Frontman Moritz Freimuth (Gesang und Gitarre), begleitet von der Jagman Connection, erzählte von der walisischen Göttin "Rhiannon". Die Ballade "Mary Jane's Last Dance" berichtete in fetzigem Sound über den Abschied von einem Mädchen. Die "Moonlight Poppies" sind ebenfalls eine Gesangsformation der Musikschule Hilpoltstein. Mit sicheren, kessen Stimmen und solistischen Einlagen erklang "A 1000 Years" und "No Roots".

Dass Jazz und Johann Sebastian Bach durchaus keinen Widerspruch darstellen, bewies das Flötenensemble Saltarello vom MusiCeum Erlangen. Beinahe unmerklich ging, meisterlich gespielt, das "Jazzy Prelude" von Glenn Shannon in die Fuge aus der Orchestersuite Nr. 2 von Johann Sebastian Bach über.

Das Gitarrenensemble MusicMania aus Hof spielt Musik vieler Stilrichtungen. Zunächst Michael Jacksons "Billie Jean" mit Percussionbegleitung auf der Gitarre. Aber auch ohne Gitarren, nur mit Händen und Füßen, gelang es den drei jungen Damen und zwei Herren, rhythmische Musik zu erzeugen. Ihr Stampfen und Klatschen in "Scherzo Without Instruments" regte so manchen zum Mitmachen an.

Christoph Foitzik und Vincent Flemming von Element Musik Postbauer-Heng sind 20 Jahre alt. Zusammen, wohlgemerkt. Die beiden waren mit ihrem großen Marimbaphon schon bei Jugend musiziert sehr erfolgreich. Dafür hatte ihnen Pawel Czubatka eigens "Marimbaba" komponiert, das sie souverän erklingen ließen.

Vier Saxofone, vier Querflöten, E-Piano und Schlagzeug, dazu die Stimme von Oliver Fuckert von der Musikwerkstatt Pianissimo Roth sorgten voluminös und rhythmisch mit John Miles "Music" für den krönenden Abschluss des gelungenen Konzerts.