Kinderarzt geht in Ruhestand
Hilpoltstein (HK) Dr. Ernst Schubert, Kinderarzt in Roth und langjähriger Partner der Kreisklinik Roth, geht nach fast 30 Jahren Dienst in seinen wohlverdienten Ruhestand. Seine Praxis in Roth eröffnete Schubert 1981.

Abschied: Landrat Herbert Eckstein (links), Klinikvorstand Werner Rupp und Chefarzt Hans Rogenhofer verabschieden Kinderarzt Ernst Schubert (2. v. li.) in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Ronny Jung (rechts). - Foto: kx
In seine Fußstapfen tritt nun Dr. Ronny Jung, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin. Er übernahm im Januar die Praxis und ist künftig als Konsiliararzt in der Kreisklinik tätig. Jung hat sich bereits an der Universität Erlangen einen Namen gemacht. Im Rahmen einer Stiftung arbeitet er an einer Studie, die mögliche Spätfolgen nach der Therapie kindlicher Krebserkrankungen untersucht. Die klinische Arbeit möchte er als niedergelassener Kinderarzt auch in Zukunft nicht missen und wird weiterhin die Spätfolgenstudie betreuen.
Werner Rupp, Vorstand der Kreisklinik, Verwaltungsratsvorsitzender Landrat Herbert Eckstein, der ärztliche Leiter Dr. Hans Rogenhofer sowie Dr. Ulrich Horn, Frauenarzt und Facharzt für Geburtshilfe, würdigten im Rahmen der letzten Sitzung des Verwaltungsrates der Kreisklinik das Engagement und die Leistungen des erfahrenen Kinderarztes. Ronny Jung wünschten sie alles Gute zu seinem Start.
Hans Rogenhofer betonte, dass Schubert immer "das ganze Haus gesehen" und mit seinem Tun das positive Image der Kreisklinik mitgetragen habe. Oft wären Probleme auf kurzem Weg gelöst worden. "Wir bedanken uns für Ihre Hilfe, denn die ganz Kleinen sind oft ein Buch mit sieben Siegeln", sagte der Chefarzt an Schubert gewandt.
Werner Rupp blickte zurück und verwies auf die Wege die Ernst Schubert hinterlassen habe. "Sie können sich freuen über das, was in unserem Haus durch Sie geworden ist".
Von Landrat Herbert Eckstein nach seinem Vermächtnis gefragt, antwortete der Kinderarzt, er habe "den Werdegang der Klinik über 30 Jahre verfolgen können" aber er sehe nicht ganz ohne Sorge in die Zukunft. Das Wichtigste sei die Betreuung der Patienten durch das Personal. Es sei besonders wichtig mit den Patienten einfühlsam umzugehen, denn der Beruf habe viel mit Emotionen zu tun. Die Sorge beziehe sich auch auf die Entwicklung bei den jüngeren Kollegen – vielleicht gehe es zu oft vorrangig nur um medizinische Probleme, so Schubert. A und O sei es im ärztlichen Bereich wie in der Pflege gutes und erfahrenes Personal zur Verfügung zu haben. Das gesamte Image der Klinik hänge davon ab.
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