Mittwoch, 30.05.2012 |

 

03.01.2012 18:04 Uhr | 30x gelesen
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Ereignisreiches Jahr der Wälder


Hilpoltstein (HK) Mit dem Jahreswechsel ist das von den Vereinten Nationen ausgerufene internationale Jahr der Wälder zu Ende gegangen. Harald Gebhardt, Bereichsleiter Forsten am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Roth, hat nun Bilanz gezogen.


Die Nacht vom 3. auf den 4. Mai 2011 war für die Wälder der Region alles andere als gut. Frostiges Wetter sorgte für Schäden, die sich auch optisch deutlich bemerkbar machten. Stundenlange Tiefsttemperaturen von minus 6 bis minus 7 Grad sorgten an vielen Bäumen zum Totalverlust des Frühjahrsaustriebs. Besonders gut zu beobachten war dieses Phänomen an Eschen, Buchen, Tannen und Eichen.

Die in der anschließenden Vegetationsperiode für Wälder günstige Witterung mit immer wiederkehrenden ergiebigen Niederschlägen machte die Frostnacht allerdings wieder wett. Ihr ist es laut Gebhardt zu verdanken, dass die entstandenen Schäden von den Bäumen gut kompensiert werden konnten und dass die Wälder im Herbst des vergangenen Jahres generell in sehr guter Verfassung waren.

Auch wenn aufgrund der immer wiederkehrenden Sommerniederschläge das Jahr 2011 subjektiv empfunden ein eher nasses Jahr war, ließen die Messwerte die Experten laut Gebhardt zu einem anderen Schluss kommen. Ihm zufolge lagen die Niederschläge sogar deutlich unter dem langjährigen Mittel. Gleichzeitig hätten sich die Temperaturen wesentlich über dem Durchschnitt bewegt.

In Sachen Waldumbau und Pflege junger Wälder haben die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer in diesem Jahr einen gewaltigen Schritt vorwärts getan. Die Forstfachleute am Amt freuen sich besonders über die Tatsache, dass der nicht aus Katastrophen resultierende Waldumbau in dieser Zeit erheblich zugenommen hat. Zudem wurden von den Privatwaldbesitzern auch größere zusammenhängende Flächen mit Mischbaumarten angereichert.

Allein die finanziell geförderten Waldumbaumaßnahmen haben sich laut Gebhardt innerhalb eines Jahres auf 120 Hektar verdreifacht. Dies bedeutet, dass über 400 000 junge Bäumchen von den Waldbesitzern gepflanzt wurden. Auch die finanzielle Förderung bei der Pflege junger Waldbestände habe sich enorm gesteigert, erklärt der Bereichsleiter weiter. So sei hier die Fläche im Vergleich zum Vorjahr um das Vierfache angestiegen. Dies sei vor allem deshalb erfreulich, weil damit die Weichenstellungen für ein ganzes Waldbestandsleben und somit für einen Zeitraum von bis zu 200 Jahren vorgenommen werde. Diesbezüglich sei es vor allem wichtig, bei Nadelholzbeständen die Stabilität zu sichern und zu erhalten. In Laubbeständen stehe die Qualitätssicherung im Vordergrund.

Insgesamt könnten durch solche Maßnahmen wichtige Mischbaumarten und damit die Vielfalt in den Wäldern erhalten werden, sagt Gebhardt. Zudem betont er, dass eine sehr hohe Nachfrage nach Holz in allen Bereichen das ganze Jahr über für gute Absatzmöglichkeiten und gute Holzpreise sorgt.


Hilpoltsteiner Kurier

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