Hilpoltstein: Eine Reise zur "Seele Europas"
Das Burgund ist eine Reise wert: Da waren sich die 36 Teilnehmer am Ende der fünftägigen Fahrt mit dem Partnerschaftsausschuss Hilpoltstein-Seilhac einig. - Foto: Mulack
Hilpoltstein

Er informierte seine "Schäfchen" detailliert über die geschichtlichen Hintergründe der Region und ihre kirchlichen und spirituellen Aufbrüche bis hin zur heutigen Blüte und der ganz besonderen Rolle innerhalb Frankreichs.

Auf der Hinfahrt wurde Station in Belfort im Südwest-Elsass gemacht und dort das Wahrzeichen der Stadt, die fast 11 Meter hohe Löwenstatue, und die Citadelle auf dem 70 Meter hohen Felsen bewundert. Die mächtigen Befestigungsmauern aus dem 17. Jahrhundert haben offensichtlich so manchem feindlichen Angriff standgehalten.

Die deutsche Reisegruppe bezog dann Quartier in Beaune, dessen Altstadt von Befestigungsanlagen und Bastionen umgeben ist. Beaune liegt eingebettet in die reizvolle Weinbaulandschaft der Côte d'Or, wo bereits zu Römerzeiten Wein angebaut wurde und wo heute die Trauben für die weltberühmten Burgunderweine reifen. Bekannt ist die Stadt vor allem aufgrund des Hôtel-Dieu. Dieses Gebäude aus dem 15. Jahrhundert diente als Hospital und wurde noch bis 1971 genutzt.

Zwei weitere Ziele der Reise waren Autun und Dijon. Letztere ist die geschichtsträchtige und prachtvolle Hauptstadt Burgunds und ist heute nicht nur für den Senf bekannt, sondern auch der wohl wichtigste Umschlagplatz der Burgunderweine. Und in Autun, der Stadt der Kunst und Geschichte, konnte die Gruppe die zahlreichen Spuren der Antike und des Mittelalters verfolgen.

Burgund ist aber nicht nur geprägt durch die interessanten Städte, die malerischen Dörfer und die herrliche Landschaft: In diesem Teil Frankreichs liegen auch die Geburtsstätten manch geistiger und christlicher Bewegung, die im Laufe der Jahrhunderte das gesamte kulturelle Abendland erfasste. Zum Pflichtprogramm für jede Fahrt ins Burgund gehört daher der Besuch des Zisterzienserklosters Citeaux, der befestigten Abbaye de Fontenay und des ökumenischen Männerordens in Taizé.

Die Reise endete in Montbéliard, das zwischen dem 14. und 18. Jahrhundert zum weltlich-historischen Territorium des Hauses Württemberg gehörte. Da Württemberg die Heimat der Pfalzgräfin Dorothea Maria war, ist belegt, dass die Gräfin, die sich später in Hilpoltstein niederließ, immer wieder gerne ihre heimatlichen Gefilde besucht hat, insbesondere auch Montbéliard.