Hilpoltstein: Die Zeit als Ansporn künstlerischen Schaffens
Gerda Katharina Spatz zeigt derzeit einen Ausschnitt ihres Schaffens im Café Grimm. - Foto: Bader
Hilpoltstein

Zur Malerei kam die gebürtige Schwabacherin bereits vor rund 40 Jahren. Sie wollte nach dem Bau ihres Hauses "einfach etwas für mich selbst schaffen", sagt die 69-jährige Künstlerin. Ihre ersten Versuche machte sie damals noch mit der Ölmalerei und widmete sich vor allem dem Kopieren bekannter Werke. Doch von da an war es nur ein kurzer Weg, bis ihre eigenen Ideen auf dem Blatt Platz fanden.

Gerda Katharina Spatz hat sich in diesem Zuge von der Ölmalerei verabschiedet und sich der Aquarelltechnik gewidmet. Anfang der künstlerischen Fortbildung war ein vhs-Kurs. Doch dieser mündete schließlich im Fernstudium "Freies Zeichnen und Malen" in Darmstadt. Studienaufenthalte in der Toskana, in Venedig, der Steiermark und am Bodensee folgten bald.

Ihr Fernstudium hat sie vor allem der Zeichnung näher gebracht, was heute ein zentraler Teil ihres Schaffens ist. "Das Zeichnen ist einfach die Grundlage eines jeden Werks", sagt Spatz. Dabei dient die Zeichnung natürlich nicht nur dem Skizzieren eines Werks, das später in Aquarell entstehen soll, sondern entwickelte sich zu einer eigenen Sparte.

Genauso wie übrigens Collagen. Hier sammelt Spatz immer wieder Zeitungsausschnitte, die ihr auffallen. "Ich hebe sie mir auf und sie finden dann irgendwann in einem Bild Verwendung", sagt sie. Ein Thema ist ihr dabei sehr ans Herz gewachsen, dass in zahlreichen Werken seinen Niederschlag findet: die Zeit. Hier ist die Vergänglichkeit für die Schwabacherin ein wichtiges Thema. Aber auch die Entwicklungen "in der Umwelt wie beim Plastikmüll oder der Politik wie beim Mauerfall", sagt sie. Und ein Werk steht selten allein. "Oft, wenn ich ein Bild geschaffen habe, mache ich mir dazu Gedanken und schreibe diese auch zu den Werken dazu."

Heute zeigt die 69-Jährige ihre Werke nicht nur in zahlreichen Ausstellungen sondern gibt ihr Können sogar in Kursen an andere Künstler, die am Beginn ihres Schaffens stehen, weiter. "Und hier beschränke ich mich nicht auf Zeichnung, Aquarelle und Collagen, sondern biete alle Techniken an."

Rund 20 ihrer Werke sind im Hilpoltsteiner Café Grimm bis zum 13. März zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www. kunstwerk-spatz.de