Dabei sind nicht die Profis, sondern zuallererst die Betroffenen die Experten in eigener Sache. Ebenso wichtig ist es aber auch, wenn die Angehörigen von psychisch Erkrankten sich mit ihrem Erleben einbringen und so den Blick auf die Krankheit erweitern.

Die Veranstaltungen finden im Ernst-Rossmeissl-Sozialzentrum der Arbeiterwohlfahrt in Roth jeweils von 17.30 bis 19 Uhr statt. Am Donnerstag, 23. März, soll es miteinander um Depression bei Männern gehen: Laut Statistik erkranken deutlich mehr Frauen als Männer an Depression. Aber ist die Realität wirklich so? Oder zeigen depressive Männer nur andere Symptome, die nicht sofort als Depression erkannt werden? Feindseligkeit, Impulsivität, Wutausbrüche aus nichtigen Anlässen, sich abkapseln, Unruhe, Erschöpfung, Unkonzentriertheit, exzessive sportliche Betätigung. Oder tauchen depressive Männer eher als alkoholkrank oder spielsüchtig in den Statistiken auf? Gibt es überhaupt adäquate Behandlungsmöglichkeiten für depressive Männer? Um all diese Fragen kann es an diesem Abend gehen.

Geplant sind vier weitere Trialoge mit den Themen "psychische Erkrankung und Berufstätigkeit", "Stress und seine Folgen", "Umgang mit Krisen" und "Medikamente bei psychischen Erkrankungen". Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.