Mittwoch, 30.05.2012 |

 

07.02.2012 19:43 Uhr | 60x gelesen
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Dank an Geber eines besonderen Safts


Bild: Dank an Geber eines besonderen Safts. Hilpoltstein Hilpoltstein (HK) Insgesamt gibt es rund 250 000 aktive Blutspender im gesamten Freistaat. 100 von ihnen wurden nun vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) Südfranken für ihr Jahrzehnte währendes Engagement zum Wohle der Allgemeinheit geehrt, eine Reihe von ihnen auch aus dem Landkreis Roth.

Hilpoltstein (HK) Insgesamt gibt es rund 250 000 aktive Blutspender im gesamten Freistaat. 100 von ihnen wurden nun vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) Südfranken für ihr Jahrzehnte währendes Engagement zum Wohle der Allgemeinheit geehrt, eine Reihe von ihnen auch aus dem Landkreis Roth.


Hilpoltstein: Dank an Geber eines besonderen Safts
Diese Blutspender aus dem Landkreis Roth und der Stadt Schwabach wurden in Gunzenhausen für ihr lebenswichtiges Engagement geehrt. - Foto: Leykamm
Eine Hilfsbereitschaft, der immer größere Bedeutung zukomme, so der Tenor an der Feierstunde in der Gunzenhausener Stadthalle. Denn der Bedarf an Blutprodukten steige immer weiter an. Darauf machte gleich zu Beginn Georg Götz aufmerksam. Schon jetzt würden in Bayern täglich rund 2400 Blutkonserven benötigt, sagte der Geschäftsführer des BRK-Blutspendedienstes (BSD).

Die Nachfrage werde sich aber aufgrund des medizinischen Fortschritts und einer immer älter werdenden Bevölkerung noch weiter erhöhen. Er verwies darauf, dass Transfusionen nicht nur nach Unfällen zum Einsatz kämen, sondern auch bei verschiedenen Therapien und ärztlichen Behandlungen.

Eine positive Bilanz zog Götz für das Jahr 2011. In diesem Zeitraum habe man über eine halbe Million Blutspenden verbuchen können. Erfreulicherweise hätten sich auch 40 000 Erstspender zu den Terminen eingefunden. Insgesamt gibt es im Freistaat mehr als sechsmal so viele Bürger, die bereits regelmäßig ihren Lebenssaft zur Verfügung stellen. Sie alle seien „stille Helden des Alltags, ohne die die medizinische Versorgung vieler Kranker und Verletzter in Krankenhäusern und Arztpraxen so gut wie nicht möglich wäre“, so Götz.

Wie der Weg der roten Flüssigkeit von der Spenderliege bis zur Transfusion aussieht, verdeutlichte ein Film, in dem auch Schauspieler und Sänger Wolfgang Fierek zu Wort kam. Als Unfallopfer kam er selbst in den Genuss von Spenderblut. Das werde in vielen Situationen benötigt. „Also her damit!“ forderte er in gewohnt burschikoser Weise auf.

Blut sei eben „ein ganz besonderer Saft“, unterstrich auch Eugen Ehmann, Vizepräsident der Regierung von Mittelfranken. Bis heute könne es nicht synthetisch hergestellt werden, weshalb eigentlich jeder Blutspender auch ein Lebensretter sei. „Auf Sie kommt es an!“ rief er den Geehrten in der Stadthalle zu. Deren Engagement sei eben keine Selbstverständlichkeit. Wenn es eine wäre, dann gäbe es auch keine Engpässe bei der Versorgung mit Blutkonserven.

Der Landrat des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen, Gerhard Wägemann, rechnete die Menge vor, die allein ein Einziger der Gewürdigten an rotem Lebenselixier sich abzapfen ließ. Bei 150-maligem Spenden komme man auf stolze 75 Liter. Die Freizeit, die zu deren Abgabe geopfert werde, entspräche mehr als zwei Wochen Urlaub, so der Landrat weiter. „Ein beeindruckendes Engagement“, bekräftigte angesichts solcher Zahlen auch Thomas Engelhardt, dritter Bürgermeister Gunzenhausens. Mit ihrem Einsatz seien die Geehrten „Vorbild und Beispiel zugleich.“ Allerdings gebe es deutschlandweit immer noch zu wenig Blutspender, monierte er ebenso wie BRK-Vizepräsident Bernd Sibler. So sollten die Anwesenden weiter die Werbetrommel in ihrem Umfeld rühren und „die Idee weitertragen.“ Umrahmt von den jazzigen Klängen des Claus Raumberger Ensembles konnten die 100 bis zu 150-fachen Blutspender schließlich ihre Ehrenabzeichen samt Urkunden in Empfang nehmen. Als i-Tüpfelchen der Veranstaltung wurden drei Wellnesswochenenden in der Rottal-Terme Bad Birnbach verlost. Einer der glücklichen Gewinner heißt Robert Kraußer aus Allersberg. Ein gemeinsames Essen, zu dem die Geehrten eingeladen waren, rundete die Feierstunde ab.


Von Jürgen Leykamm

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