Mittwoch, 30.05.2012 |

 

27.08.2010 20:03 Uhr | 224x gelesen
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Mit handgemachter Musik durch Bayern


Bild: Mit handgemachter Musik durch Bayern . Heideck Heideck (HK) Es ist nichts Alltägliches worauf sich der Sänger und Songwriter Bernd Helneder aus Heideck mit seinen Musikern Janine Pahlenberg (Violine) und Michael Negoita (Percussion) einlässt. Am Sonntag, 29. August, startet er in Weißenburg seine Tour \

Heideck (HK) Es ist nichts Alltägliches worauf sich der Sänger und Songwriter Bernd Helneder aus Heideck mit seinen Musikern Janine Pahlenberg (Violine) und Michael Negoita (Percussion) einlässt. Am Sonntag, 29. August, startet er in Weißenburg seine Tour "Unplugged auf Bayerns Straßen".


Heideck: Mit handgemachter Musik durch Bayern
Bild: Daniel Hocevar Versucht sich als romantischer Straßenmusiker: Bernd Helneder startet am Sonntag, 29. August, eine Tour durch ganz Bayern. Anstatt Konzertsäle zu füllen, will er mit seinen Freunden die Fußgängerzonen mit seiner Musik unterhalten.
Der Name ist Programm. Konkret heißt das: An jedem Tag früh aufstehen, um sich  die behördliche Genehmigung für Straßenmusik zu erspielen – beispielsweise in München. Bereits ab fünf Uhr morgens wächst an warmen Sonnentagen die Schlange der Straßenmusiker vor dem Münchener Rathaus. Erst um 7.30 Uhr werden die ersten in das Büro des Verantwortlich gebeten, wo sie zeigen sollen, was sie können. Gerade die Genehmigungen in der Münchner Innenstadt seien hart umkämpft, erzählt Helneder. Erst wenn er und seine Freunde die kritischen Angestellten überzeugen, dürfen sie sich sich auf eine von nur vier Genehmigungen am Tag freuen und ihre Songs in Akustiklautstärke vor den Passanten in der Fußgängerzone präsentieren. Falls es wider Erwarten nicht klappen sollte, hat Helneder auch schon einen Plan B: "Wenn wir die Genehmigung nicht kriegen sollten, spielen wir eben außerhalb der Innenstadt. Oder in einem Café. Da sind wir sehr spontan."

Bei der Frage, wie es zu der Idee kam, kann Helneder keine genaue Antwort geben. Nur, dass es ihn schon länger gereizt hätte, eine solche Tour zu unternehmen. Erfahrung haben die drei Musiker bereits "Wir haben ja schon öfter unplugged gespielt", erzählt Helneder. Trotzdem macht sich auch bei ihm Nervosität breit. "Die Aufregung ist auf jeden Fall da. Man weiß wirklich nicht, was einen erwartet. Aber ich freue mich extrem darauf."

 Die einwöchige Straßentour führt von Augsburg über Nürnberg, Ingolstadt, Weißenburg, Regensburg, München und wieder zurück. Das Transportmittel der Wahl ist ein 25 Jahre alter VW-Bus, den er zusammen mit seinen Bandkollegen wieder flott gemacht hat.

Für die drei Freunde gibt es während der Tour kein Hotelzimmer und keine Dusche. Der Tourbus wird für eine Woche ihr Zuhause. Essen und Trinken hängen davon ab, wie spendabel die Menschen in den Fußgängerzonen sind. Denn einzig und allein die Höhe der Tageseinnahmen entscheidet, ob sich Helneder mit seinen zwei Musikern ein Abendessen in einem Lokal oder nur ein paar Semmeln und billige Getränke von einem Discounter um die Ecke leisten kann.

Auch wenn ein großer bayerischer Radiosender regelmäßig seinen Debüt-Song "Dein Held" spielt und er zahlreiche Auftritte in ganz Süddeutschland vorweisen kann, ist sich Helneder der Herausforderung bewusst, unplugged in den Straßen von Bayerns großen Städten zu spielen. Deshalb hat er großen Respekt vor der anstehenden Woche. Denn es sind seine selbst geschriebenen, handgemachten deutschen Songs, die er im Gepäck hat. Helneder schreibt "über Liebe, über Enttäuschung und über das Positive vom Tag". Gerade weil es selbst gemachte Musik ist, ist es umso schwerer das überwiegend mit Coversongs verwöhnte Straßenpublikum auf Anhieb zum Stehenbleiben und Zuhören zu bewegen. Aber genau das ist die Herausforderung, die ihn an dieser nicht alltäglichen Musikreise durch Bayern reizt.


Von Henry Lai

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