Heideck: Wunsch nach mehr Bussen und Partys
Die Jugendlichen haben genau Vorstellungen, was in ihrer Stadt für junge Einwohner fehlt. Sie nutzen bei der Jugendzukunftswerkstatt die Chance, ihre Anliegen vorzubringen. Eine bessere und billigere Busverbindung ist nur ein Thema davon. - Foto: Klier
Heideck

Wie ernst der Stadt die Anliegen der jungen Menschen sind, bewies, dass auch Bürgermeister Ralf Beyer mit seinen Stellvertretern Dieter Knedlik und Maria Brunner zu diesem Treffen kamen. Sie sollten den Versammelten an diesem Tag Rede und Antwort stehen.

"Was hat euch hierher getrieben", fragte Birgit Lang, die kommunale Jugendpflegerin des Kreisjugendrings Roth gleich zu Anfang in die Runde. Zuerst wurde, wie schon beim vorangegangenen Treffen, der Wunsch nach einem Jugendtreffpunkt geäußert und gleichzeitig die schlechten Busverbindungen bemängelt.

So wünschte sich die junge Heideckerin Loredana mehr Busse und Michael forderte verbilligte Schülerkarten auch ab der zehnten Klasse. Bürgermeister Beyer stellte in Aussicht, dass ab September 2018 eine Verbesserung des Busfahrplans kommen werde, schränkte allerdings ein, dass man nicht allzu viele Einflussmöglichkeiten habe.

Sylvan schlug vor, im Keller des Hauses Benedikt den früheren Jugendtreff wieder einzurichten. Laut Dieter Knedlik soll das Haus 2019 umgebaut werden. Dann könne man dem Architekten dieses Anliegen nahebringen.

Sophia würde sich über ein Tierheim freuen, damit sie Tiere umsorgen könne. Bürgermeister Beyer erinnerte jedoch an die hohen Kosten einer solchen Einrichtung. Er schlug vor, im Bürgerblatt ein Angebot zum Gassigehen auszuschreiben, so dass sich Hundebesitzer melden, die ihre Tiere stundenweise abgeben.

Bemängelt wurde der Zustand des Bolzplatzes im Ortsteil Seiboldsmühle. Das Problem sei hier die Pflege, die keiner übernehmen wolle. Beyer nahm hier die Jugendlichen gleich in die Pflicht. Sie sollten sich hinsichtlich eines Jugendtreffs und der Ausgestaltung des Bolzplatzes an anderen Orten umschauen und konkrete Vorschläge machen.

Elena möchte gerne Partys veranstalten, die auch für Jüngere geeignet sind. Das gab es bereits einmal, erfuhr sie. Wegen schlechter Besuchszahlen habe man es eingestellt. Zudem spiele hier auch immer das Jugendschutzgesetz eine Rolle. "Wer würde eine solche Party organisieren", fragte Birgit Lang. Nur wenige Finger gingen hoch. Man entschloss sich aber, mit dem "Stammtisch Fanny", dem früheren Veranstalter, einmal zu reden.