Am südliche Stadtgraben sollen Wohnungen entstehen.
Am südliche Stadtgraben sollen Wohnungen entstehen.
Schultheiß
Heideck

Gut 80 Studenten des Fachbereichs Architektur würden im Rahmen einer Semesterarbeit Vorschläge erarbeiten, wie dieser Bereich genutzt werden könnte, informierte Bürgermeister Ralf Beyer

Am Beispiel zweier Scheunen würde auch eine Umnutzung für Mietwohnungen geplant, erklärte er weiter. Die Überplanung sei eine Idee aus dem städtebaulichen Entwicklungskonzept und entstehende Mietwohnungen seien bitter notwendig in der Stadt, so der Bürgermeister. Für beide Bereiche – Überplanung und Scheunennutzung – erwarte er mehr als 45 Vorschläge. „Und das auch noch kostengünstig, denn 65 Prozent der Kosten übernimmt die Städtebauförderung, so dass die Stadt nur etwa 10 000 Euro bezahlen muss“, freute sich Beyer.

Bereits im Oktober mit Beginn des Semesters starte das Projekt, die Ergebnisse würden im Frühjahr vorgestellt. Zum einen in Form eines Bildbands, zum andern werden auch Modelle gebaut, die in der Stadthalle ausgestellt werden.

Reinhard Spörl (Freie Wähler) sagte, er gehe davon aus, dass die Studenten berücksichtigen, dass der zu überplanende Bereich unter Ensembleschutz steht und dass auch etliche Scheunen dort Einzeldenkmäler sind. Rudolf Schmidler, der Fraktionssprecher der Freien Wähler, begrüßte das Projekt, weil junge Leute mit ihren Ideen Möglichkeiten aufzeigen würden, wie in die meist nicht genutzten Rückgebäude dringend benötigte Mietwohnungen eingebaut werden können. Die Eigentümer würden einbezogen, so Beyer auf Helga Peters (CSU) Nachfrage hin, denn für ein 3D-Aufmaß müssen die Studenten natürlich die Scheunen betreten. Für die Gebäude einer Gaststätte mit ehemaliger Brauerei sei dies mit dem Besitzer ebenfalls bereits abgesprochen.

„Hoffentlich erklären sich dann auch Eigentümer bereit, hier zu investieren. Notfalls müsste die Stadt den Besitzern durch Zuschüsse unter die Arme greifen“, schlug Reinhard Siegert (CWG) vor. „Wenn wir wollen, dass die Stadt verschönert wird, dann müssen wir auch selber mit hinlangen“, sagte er. Auch für Maria Brunner (SPD) ist die Finanzierbarkeit wichtig.

Zuerst müssten aber die Flächen untersucht und Lösungsmöglichkeiten erarbeitet werden, so Beyer, dann erst solle man über Finanzierungsmodelle nachdenken. „Ich merke, jeder ist für dieses Projekt“, fasste der Bürgermeister zusammen. Die Abstimmung bestätigte dies.

Im Anschluss wurden die Elektroarbeiten im Freibad einstimmig an den Elektroservice Heumann aus Hilpoltstein für etwa 94 000 Euro vergeben. Der Entschluss zu einer einfachen Dorferneuerung mit einem Dorfgemeinschaftshaus wurde ohne Diskussion gefasst.