Greding: Lächelndes Christkind und leuchtende Altstadt
Dichtes Gedränge und große Kinderaugen: Das Gredinger Christkind Hanna Neeser ging im vergangenen Jahr mit den Kindern von Stand zu Stand. Dort bekamen die Kinder kleine Geschenke von den Markttreibenden. ‹ŒArch - foto: Karch
Greding

Mit von Partie sind aber auch wieder die "Hauptpersonen", wenn der Weihnachtsmarkt am 9. und 10. Dezember seine Pforten öffnet: das Gredinger sowie das Nürnberger Christkind und der Nikolaus. Mit Letzterem wird Bürgermeister Manfred Preischl den Markt am Samstag um 16.30 Uhr eröffnen - und für jeden Besucher ist etwas dabei.

"Es ist eine bunte Mischung", sagt Preischl und dieser Satz lässt sich gleich dreifach verstehen: Für das kulinarische und das kunsthandwerkliche Angebot rund um die 24 Buden auf dem Marktplatz und das Programm auf der Bühne. Die ersten weihnachtlichen Weisen kommen wie immer von den Bläsern der Blaskapelle, die zur Begrüßung spielen.

Dann sind aber erst einmal die kleinsten Besucher an der Reihe: Von 16 bis 20 Uhr öffnet die Kolpingjugend im Museum ihre Wichtelwerkstatt. Vermutlich entstehen dort schon die ersten Weihnachtsgeschenke, "während die Eltern in Ruhe über den Markt bummeln können", sagt Kulturamtschefin Bettina Kempf. Auch auf der Bühne ist das Kinderprogramm in vollem Gange: Die kleinen Marktbesucher vom St. Ägidius-Kindergarten aus Röckenhofen geben Adventslieder zum besten und haben einen Laternentanz vorbereitet. Anschließend hat der katholische Kindergarten St. Martin aus Greding seinen Auftritt angekündigt.

Nicht nur vor dem Rathaus, auch im Archäologiemuseum ist einiges geboten: Dort werden kunsthandwerkliche Vorführungen stattfinden. Im Rahmen der "Lebenden Werkstätten" wird beispielsweise die Herstellung von Glasperlen am Gasbrenner oder das Spinnen von Naturwolle am Spinnrad gezeigt. Eine Kinderstation befindet sich bei Museumspädagogin Melanie Maday, die Nadelgebundenes präsentiert.

Um 18 Uhr wird es Zeit fürs Gredinger Christkind. Hanna Neeser wird dieses Jahr ein zweites Mal in das weiße Engelsgewand schlüpfen. Nach dem Prolog zieht das Christkind gemeinsam mit dem Nikolaus und den Kindern von Stand zu Stand, wo die Markttreibenden ihnen kleine Geschenke und Süßigkeiten überreichen. Auch sonst ist für kleine und große Kinder viel geboten: Die "lebende Krippe" ist jedes Jahr ein Anziehungspunkt, zudem werden samstags von 16 bis 19 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr Kutschfahrten durch die Altstadt angeboten.

Auf Schusters Rappen kann man aber auch durch die Altstadt ziehen. Um 19 Uhr wird Bärbel Heinrich alias Barbara Fuchsin die kleinen Marktbesucher auf eine kindgerechte "Laternen- und Sagenstadtführung" mitnehmen. "Die Idee ist auch, dass die Kinder ihre Laternen von St. Martin noch einmal verwenden dürfen", sagt Preischl.

Währenddessen geht es auf der Rathausbühne weiter im Programm: Mit dem Chor "Soundboost" um 19 Uhr das erste Mal ein internationaler Gast auf der Bühne. Die Sängerinnen und Sänger aus Veldhoven in den Niederlanden besuchen seit vielen Jahren das Hotel am Markt. "Sie freuen sich, wenn sie auf ihren Reisen vor Ort auftreten dürfen", sagt Preischl. Am Sonntag grüßen wieder Christkind, Nikolaus und Bürgermeister vor der Bühne am Rathaus und eröffnen den Markt um 13.30 Uhr. Dort treffen sich eine halbe Stunde später alle, die an der Stadtführung mit Jäger Hubert teilnehmen wollen. Sie dauert etwa 90 Minuten und ist im Unterschied zur Führung am Samstag eher für Erwachsene geeignet. Musikalisch läuten die Alphornbläser den Markttag ein. Ihnen folgen die Schüler von der Grundschule Obermässing, die die Besucher mit Liedern und Gedichten auf die Weihnachtszeit einstimmen. Wem in der Zwischenzeit etwas kalt geworden ist, der kann sich in der Stadt- und Pfarrbücherei aufwärmen. Dort gibt es heiße Getränke und Plätzchen, außerdem kann man Spiele ausprobieren und in Büchern schmökern. Gemütlich geht es bei den Jugendfeuerwehren Greding und Obermässing am Stadtbrunnen zu. An jeweils einem Tag werden dort Bratäpfel am Feuer geröstet. Das Nürnberger Christkind Rebecca Ammon wird um 16.30 auf der Bühne erscheinen, auf der die Stadtkapelle eine Stunde später mit weihnachtlichen Weisen das Geschehen um den Marktplatz ausklingen lässt.