Greding: Inmitten der Digitalisierung
Scharfe Bilder mit der Dokumentenkamera: Zwei Exemplare spenden Raiffeisenbank und Elternbeirat der Schule, auf dem Tisch von Schulleiter Gerhard Schuster ist eines schon aufgebaut. Auf dem Livebild zu sehen sind Matthias Pfaller, Christian Koller, Gerhard Schuster, Anton Maier, und Manuela Kade (v.l.). - Foto: Luff
Greding

"Jetzt haben wir zehn Kameras", freute sich Schulleiter Gerhard Schuster bei der gestrigen Übergabe von zwei neuen Modellen - sie wurden von der Raiffeisenbank Greding-Thalmässing, vertreten durch Anton Maier, mit einem Zuschuss des Elternbeirats um die Vorsitzende Manuela Kade spendiert. Auch acht Smartá †boards und vier Beamer nenne die Schule ihr Eigen. Das sei eine "sehr gute Ausstattung", so Schuster, für die auch die Weitsicht seines Vorgängers Oswald Brigl verantwortlich zeichne. Die Digitalisierung sei nicht nur in der Politik in aller Munde, auch die Schulen müssten diesen Weg mitgehen, sagte Schuster. Wenngleich er immer noch ein "Fan der analogen Tafel" sei.

Die Dokumentenkamera bildet die Brücke zwischen analogen Medien, wie dem Buch und den digitalen Medien. Sie befindet sich über dem darzustellenden Gegenstand, kann diesen auf dem PC darstellen oder mittels Beamer an die Wand projizieren, während der Overheadprojektor nur mit transparenten Vorlagen arbeiten kann. "Wir brauchen keine Overheadfolien mehr", erklärte der Lehrer Christian Koller, der in seiner fünften Klasse vom jetzigen Geschenk ebenso profitiert wie seine Kollegin Gabriele Grötzner in der vierten Klasse. "Wir hätten sie fast verlosen müssen", scherzte Schuster ob des Andrangs aus dem Kollegium.

Denn die Digitalisierung biete bei Präsentation und Archivierung von Schriftstücken zwar enorme Vorteile, habe aber auch einen enormen Nachteil: "Die Digitaltechnik ist sehr teuer." Vor allem die Software müsse ständig modernisiert werden - weshalb der Gredinger IT-Spezialist Matthias Pfaller für die neuen Kameras zum Teil eigens Treiber installieren muss.

Den Arbeitsalltag eines Lehrers im Unterricht könnten Dokumentenkameras enorm erleichtern, zeigten sich die Pädagogen überzeugt. Bei der Hausaufgabenkorrektur lasse sich ein Schülerheft als Beispiel für alle leicht an die Wand werfen. Selbst die Handarbeit setze die Kamera mittlerweile ein; so können die Schüler beispielsweise beim Stricken jede Masche nachvollziehen, ohne gedanklich links und rechts austauschen zu müssen. Und in der Physik lassen sich Schuster zufolge auch kritischere Experimente ohne Gefährdung der Schüler zeigen.