Neuer Schatzmeister als Nachfolger von Micha Cramer wurde der Thalmässinger Oliver Bartels. Zum Schriftführer bestimmten die Liberalen den Gredinger Gert Sorgatz. Komplettiert wird das Vorstandsteam aus den Beisitzern Frank Rupprecht aus Hilpoltstein und Harald Mutzke aus Nürnberg.

In ihrem Rechenschaftsbericht machte Marina Schuster deutlich, dass die vergangene Amtszeit von programmatischer Arbeit geprägt war, um die Inhalte für den Bundestagswahlkampf zu erarbeiten. Auch Mitglieder im Kreisverband hätten sich in Landesfachausschüssen daran beteiligt. "Die innerparteiliche Neuaufstellung ist gelungen und wir starten zuversichtlich in den Bundestagswahlkampf 2017", sagte Schuster. Einst war sie selbst die mittelfränkische Spitzenkandidatin der Liberalen für den Bundestag, doch diese Ambitionen gehören der Vergangenheit an.

Schuster feiert in diesem Jahr übrigens ihre 20-jährige Mitgliedschaft bei der FDP. Spitzenkandidatin für die Wahl im September ist nun Katja Hessel, ehemals nicht nur Landtagsabgeordnete, sondern auch Staatssekretärin im bayerischen Wirtschaftsministerium. Veranstaltungen mit Thomas Sattelberger, dem früheren Personalvorstand bei Telekom und Lufthansa sowie Kandidat in München-Süd und Katja Hessel sind laut Schuster im Wahlkampf genauso geplant wie Veranstaltungen mit dem jetzigen Wahlkreiskandidaten Andreas Neuner - an dieser Position der Nachfolger von Marina Schuster.

Neben Wahlen sowie Berichten aus der Kreistags- und Stadtratsarbeit stand auch die inhaltliche Diskussion auf der Tagesordnung der Versammlung. Kreisrat Max Netter führte aus, dass die Investitionen des Landkreises im Bereich des Schul- und Bildungswesens beispiellos seien. "Dass die bayerische Staatsregierung jetzt wieder zum G 9 zurückkehren will, ist ein Fehler. Jetzt, wo sich das G 8 eingespielt hat, gibt es wieder eine Rolle rückwärts", sagte Netter. Eduard Ulmer aus Wendelstein pflichtete bei: "Unsere Kinder und Jugendlichen haben nicht verdient, dass ständig neue Experimente ausprobiert werden." Katja Hessel betonte die Wichtigkeit der dualen Ausbildung. "Nicht jeder wird mit Abitur und Studium glücklich - und das Handwerk und der Mittelstand brauchen qualifizierte Auszubildende."