Soll heißen: Die JST-Gruppe hat nun eine neue Beitrags- und Gebührensatzung. Sollte ein Bauherr sein Haus an die Wasserleitung anschließen wollen, wird ein Herstellungsbeitrag erhoben, der sich aus 56 Cent pro Quadratmeter Grundstücksfläche und 6,54 Euro pro Quadratmeter Geschossfläche zusammensetzt. Bislang waren es 1,53 und 4,40 Euro fürs Geschoss gewesen.

"Unterm Strich gibt es wenig Veränderungen", sagt Bitterwolf. Der große Unterschied zu früheren Satzungen, die immer wieder verändert worden waren, bestehe darin, dass nie eine korrekte Berechnung als Basis für die Beiträge hergenommen worden sei. Die Zahlen waren geschätzt.

Klingt komisch, leuchtet aber auf den zweiten Blick einigermaßen ein. Die Kosten seien angefallen, an denen habe man die Beiträge orientiert, erklärt Bitterwolf. Die Berechnung hierfür hätte aber nach einem bestimmten Verteilungsmaßstab erfolgen sollen, der sich wiederum an der Gesamtmenge von Grundstücks- und Geschossfläche sowie deren Verhältnis zueinander hätte orientieren sollen. Und zwar im gesamten Versorgungsgebiet der JST-Gruppe: in sieben Gemeinden, die sich auf vier Landkreise in drei Regierungsbezirke verteilen. Doch erst mit dem erstmaligen Eintreiben von Verbesserungsbeiträgen seien die Aufmaße neu gemacht und eingetragen worden. Was bedeutet, dass das nötige Zahlenmaterial für die komplizierte Berechnung eben jetzt erst vorhanden gewesen ist.

Einfacher ausgedrückt: Arno Bitterwolf hinterlässt seinem Nachfolger ein derart bestelltes Haus, wie es in Bayern eher die Ausnahme denn die Regel ist.