Als Angriffstrupp bei der Übung im Einsatz: (von links) Agnes Maier und Lara Seger löschen ein Johannisfeuer. Die beiden gehören zu den 13 Frauen, die in Schutzendorf im aktiven Dienst sind.
Als Angriffstrupp bei der Übung im Einsatz: (von links) Agnes Maier und Lara Seger löschen ein Johannisfeuer. Die beiden gehören zu den 13 Frauen, die in Schutzendorf im aktiven Dienst sind.
Schmidt

Bei der Übung kamen dabei die Freiwilligen Feuerwehren aus Esselberg, Grafenberg und Kraftsbuch zum Einsatz. Ebenso rückte auch die Feuerwehr aus Schutzendorf an, erstmals waren hier auch vier Feuerwehrfrauen dabei. In Schutzendorf sind seit dem Frühjahr insgesamt dreizehn Frauen im aktiven Dienst, die von Kommandant Anton König in regelmäßigen Übungen an den Praxiseinsatz herangeführt wurden. Die Frauen war nun natürlich auch ein Teil der Schutzendorfer Löschgruppe.

Die Feuerwehr Greding war nur mit einem Einsatzleitwagen aktiv dabei, bei dem die Koordination des Einsatzes zusammenlief. Organisiert hatte die Übung der Esselberger Kommandant Gerhard Alberter.

Mit der Übung wurden neben dem praktischen Training noch zwei weitere Ziele erreicht. Zum einen wurde im Rahmen der Übung die in die Jahre gekommene, undichte Löschwasserzisterne geleert und kann nun auf Schäden untersucht werden. Zum zweiten wurde aufgrund der großen Brandgefahr in Esselberg, wie auch in anderen Orten, das Johannisfeuer abgesagt. Das angesammelte Holz wurde nun im Rahmen der Gemeinschaftsübung abgebrannt. Angenommen wurde nun bei der Übung, dass aufgrund von Trockenheit die umgebende Fläche auf freiem Feld Feuer gefangen hatte.

Um diesen Brand zu löschen, legten nun die vier Feuerwehren unter Führung des Esselberger Kommandanten eine Schlauchstrecke von weit mehr als einem Kilometer durch teils unwegsames Gelände, um die Ausbreitung des Brandes zu verhindern. Aufgrund der in der Praxis nicht so trockenen Wetterverhältnisse wie eigentlich theoretisch angenommen, mussten diverse Einsatzfahrzeuge nach dem Ende der Übung dann wieder mit Wasser grundgereinigt werden, um einigermaßen sauber zu Hause anzukommen.

Nach Abschluss der Übung lobte der beobachtende Kreisbrandmeister Franz-Xaver Steib den souveränen Ablauf des Praxistests. Besonders erfreut zeigte er sich, dass sich auch die Frauen in der Schutzendorfer Löschgruppe auf Anhieb problemlos in die Mannschaft eingefügt hatten. Er betonte die Wichtigkeit, dass möglichste viele Männer und Frauen auch auf den Dörfern im aktiven Dienst in der Feuerwehr stehen. Es sei wichtig, dass im Notfall immer wenigstens eine Löschgruppe zustande kommen könne. "Jede Hand wird dabei gebraucht" erklärte er. Um die Schutzendorfer Frauen muss er sich dabei keine Sorgen machen. Kommandant Anton König lobte den Übungsfleiß der Feuerwehrfrauen. Insgesamt 13 Frauen stehen in Schutzendorf jetzt im aktiven Dienst. Und die sind mit Feuereifer dabei, wie man bei der Übung feststellen konnte. Ob Agnes Maier oder die erst 16-jährige Lara Seger, die im Angriffstrupp die Flammen bekämpften, Andrea Schneider, die im Schlauchtrupp für genügend Wasser sorgte oder Heike König die an der Tragkraftspritze für den nötigen Druck ausübte. Alle wollen weiter dabei bleiben, Heike König will demnächst sogar den Maschinistenkurs besuchen.

In der Abschlussbesprechung wurde aber auch deutlich, dass solch weite Schlauchstrecken einen erheblichen logistischen Aufwand bedeuten und auch Zeit kosten. Wenn es in solchen Fällen und bei großer Trockenheit schnell gehen muss, dann sind die Tanklöschfahrzeuge der Gredinger Stützpunktwehr oder auch mit Wasser gefüllte Güllefässer von Bauern gefragt, um auch an weit entlegenen Punkten schnell löschen zu können. Bewährt hat sich bei dieser Übung der Einsatz des Digitalfunks und des Einsatzleitwagens der Gredinger Feuerwehr. So waren alle Mannschaften auch über weite Strecken ständig bestens informiert.