Mit riesigem Beifall dankten die Vereinsmitglieder dem hörgeschädigten Prinzen und seiner gehörlosen Lieblichkeit für ihren großartigen Einsatz. Das Ehepaar Frisch versicherte, dass sie sich bestens aufgenommen fühlten in der großen RCV-Familie und dass sie dem Verein auch weiter treu bleiben werden.

Keine Sekunde hätten sie ihren Entschluss bereut, sich als Prinzenpaar der Kreisstadt zur Verfügung gestellt zu haben. Im Gegenteil, "als wir heute aufgestanden sind, waren wir richtig traurig, dass jetzt alles vorbei ist. Es fehlt uns was, wir wissen gar nicht, was wir heute machen sollen", sagte Andreas Frisch.

Die rund 150 Gäste feierten nochmals "ihre Tollitäten", die ja bis zur Inthronisation ihrer Nachfolger im Januar 2019 offiziell noch weiter im Amt sind. Die Regentschaft des RCV über die Kreisstadt endete dagegen am Faschingsdienstag, und so mussten die Regenten beim Fischessen den Stadtschlüssel wieder an Bürgermeister Ralph Edelhäußer zurückgeben.

"Ihr wart mit Leib und Seele dabei und habt uns allen viel, viel Freude bereitet", sagte der Rathauschef zum scheidenden Prinzenpaar. " Eure Herzlichkeit war phänomenal. Ihr habt die Herzen vieler aufgesperrt und zusammen mit dem RCV sehr positive Spuren hinterlassen", so Edelhäußer.

Sein Dank galt deshalb nicht nur dem Prinzenpaar, sondern dem gesamten Verein, der diese besondere Form von Inklusion von Herzen gelebt habe. "Es war eine Bereicherung für den Verein, die Stadt und den Landkreis sowie die gesamte Metropolregion."

Überglücklich zeigte sich RCV-Präsident Christian Bretzner darüber, dass die Entscheidung für ein Prinzenpaar mit Handicap bei allen im Verein und in der Bevölkerung so gut angekommen sei. Ein wahrer Medienrummel sei über das Prinzenpaar und den Verein hereingebrochen. "Wir haben mit dem ersten Inklusionspaar überhaupt Schlagzeilen gemacht", sagte Bretzner und bedankte sich auch bei den Gebrädendolmetscherinnen Marion Resin und Stefanie Ams.