Die besondere Bedeutung der Eiche zeigt sich an der hohen Zahl von ungefähr 1500 Tierarten, die mit und von ihnen leben. Auch haben Eichen eine relativ hohe Lebenserwartung und weisen mit hohem Totholzanteil und vielen Faulstellen eine gute Standfestigkeit auf. Dies konnten die Teilnehmer am oberen Teil des Festplatzes beobachten. Eine stark gefährdete Traubeneiche in der Alterungsphase, ein sogenannter Methusalembaum, zur Sicherung am Nachbarbaum verankert, und eine riesige Roteiche bieten noch reichlich Lebensraum für Fledermäuse, Höhlenbrüter, Insekten und Pilze. Allerdings gefährden eine starke Verdichtung des Bodens und der Festbetrieb den Bestand.

Weiter ging es Richtung Solar zu einem Feldgehölz, an dessen südlichem Rand eine mächtige Eiche mit ausladendem Astwerk steht. Sie ist von Jungbäumen und Sträuchern stark eingewachsen und das Wachstum im unteren Bereich dadurch eingeschränkt. Ein Zurückdrängen der Feldgehölze und eine behutsame Freistellung der Eiche ist als geeignete Maßnahme angedacht.

Am "Saugraben" stehen bis hinauf zur Kapelle bei Marquardsholz großflächig dominante Eichen. Ein Paradies für viele Vogel- und Insektenarten, sowie für Fledermäuse. Der Bestand wird zum Teil von motorisierten Bikern, die den Boden verdichten und Bäume durch Anfahren schädigen, stark beeinträchtigt. Abhilfe könnte die Verlegung und Kennzeichnung einzelner Wege, sowie die Sperrung der "wilden" Durchfahrten schaffen.

Der Rückweg führte auf dem ehemaligen Weg von Marquardsholz nach Hilpoltstein durch eine Fläche mit vielen jungen Eichen. Die Gestaltung eines Platzes vor einem ehemaligen Bierkeller, umsäumt von Eichen lässt vermuten, dass hier in früheren Zeiten Feste gefeiert wurden. Beeindruckt zeigten sich die Wanderer von der Vielfalt der unterschiedlichen Standorte und vom Wert der Eichen für die Natur.