"Mister Allersberg" alias Pfarrer Peter Wenzel ist der Oberpfälzer Star auf der Allersberger Bühne, bekanntlich die "gute Stube des fränkischen Faschings".
"Mister Allersberg" alias Pfarrer Peter Wenzel ist der Oberpfälzer Star auf der Allersberger Bühne, bekanntlich die "gute Stube des fränkischen Faschings".
Sturm
Allersberg

Doch das Faschingskomitee und die bunte Narrenschar zeigten sich kein bisschen müde nach dem anstrengenden Tag. Selbst nach dem Ende des offiziellen Programms wurde weitergefeiert. "Allersberger Nächte lang sind", wie begeistert mit Musikus Stefano gesungen wurde. Souverän führte Präsident Alexander Böck, unterstützt von einer Helferschar vor und hinter den Kulissen, durch den bunten Abend im Kolpingsaal mit einem geradezu genialen Programm, das für große Gaudi sorgte.
 

Fotostrecke: Närrischer Frühschoppen in Allersberg
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Nach dem Einzug der Aktiven starteten die Allersberger Minihexen das Feuerwerk der guten Laune mit ihrem exzellenten Tanz. Als die "Drei von der Tankstelle" nahmen "im Mittelpunkt des fränkischen Faschings" Pfarrerin Cornelia Dinkel, Pfarrer Hermann Dinkel und Kaplan Michael Radtke nicht nur die große Politik ins Visier, sondern auch das lokale Geschehen. "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Franken eingestellt", sangen sie mit einem Seitenhieb auf den Oberpfälzer Pfarrer Wenzel. Sie wunderten sich über die um die Hälfte verkleinerte Ehrentribüne im ersten Jahr des neuen Bürgermeisters beim Faschingszug und sie wussten, dass die Baumschule, wenn sie durch weitere Baugebiete in den Ortsmittelpunkt rückt, zum "Bittner-Park" und dem "Scheißerla" gewidmet wird.

Ausgelassene Stimmung herrscht auf der Allersberger Prunksitzung bei Gardeauftritten.
Sturm, Josef, Allersberg
Allersberg

Mit ihren Tänzen begeisterten Tanzmariechen Leonie Markowetz von der AK 04 Nürnberg und Lorena Rudhardt von der Buchnesia, einen tollen Tanz legten die Paare Annalena und Pascal von den Eibanesen und Alexandra Zanger/Marc Andre Friedrich von der DJK Eintracht Süd auf die Bretter. Und als Tarzan und Jane entführten mit einer Supershow Loretta Lehmann und Max Purucker in "zwei Welten, eine Familie". Die "Puppen" ließ die Aktivengarde der AK 04 tanzen und "Märchen mal anders" zeigte im Schautanz die Garde der Eibanesen, ehe Katharina Weiser von den Wenden als "Gretel" in die Bütt stieg und Fabian Wahler von der Schwarzen Elf Schweinfurt einiges über "Best Ager" zu berichten wusste. Eine wahre Augenweide die Tänze der RCV-Prinzengarde und der Schwabanesen-Garde, die ebenso wie die vorherigen Akteure mit großem Jubel gefeiert wurden wie auch Sebastian Meier von der Buchnesia, der als "Deutscher Michel auf Reisen" feststellte: "Egal wie man die Welt verrückt, so bleibt's am Ende doch verrückt."

Die drei frotzelnden Geistlichen von der Tankstelle waren auch auf der Allersberger Prunksitzung.
Sturm, Josef, Allersberg
Allersberg

In feinstem indischen Zwirn grüßte der Oberpfälzer Pfarrer Peter Wenzel, der kürzlich Allersberg bis Aschermittwoch zur autonomen Enklave der Oberpfalz erklärt hatte. Bürgermeister Daniel Horndasch habe ihm am besten auf Plakaten gefallen, erklärte Wenzel, weil er da gut zu entfernen war. Mit Blick auf den Fauxpas der Altneihauser Feierwehrkapell'n, gab sich Wenzel sehr gemäßigt, ehe er nach einigem Jammern über seinen hübschen Praktikanten erklärte, dass es, nachdem dieser auf Lehrgang ist, jetzt nur wieder einen "Mister Allersberg" gibt. "Der bin ich", rief er mit stolz geschwellter und mit Schärpe behangener Brust zur Gaudi der Menge. Bürgermeister Horndasch erklärte mit Blick auf das Finanzdesaster der Diözese Eichstätt: "Zwei die nix mehr ham, passen gut zam."

Dann erstürmten die Flecklashexen die Bühne und stellten auch nach 20 Stunden in Aktion ihr tänzerisches Können unter Beweis, begleitet von Riesenapplaus. Dafür, dass kein Auge trocken blieb, sorgte "Weinprinz" Michel Bechold, der mit Präsident Böck auf die lange Freundschaft mit den Allersbergern anstieß. Den Saal zum Brodeln brachte Jacky Dumée von Feucht Fröhlich mit ihren Sprüchen und Hits von Udo Jürgens, in die alle kräftig einstimmten. Nicht ohne Zugabe wurde die Künstlerin schließlich von der Bühne entlassen. Etwas lauter ging es dann mit den Eulachschränzern aus Winterthur zu, bevor die Garde Buckenhof mit ihrem Schautanz "Goldgräber" und das Männerballett der DJK Oberasbach als akrobatische "Gladiatoren" sowie die Garde der Luftflotte mit ihrem Schautanz "El dia de los muertos" die Glanzpunkte vor dem Finale mit allen Aktiven setzten, bei dem das Publikum die Akteure und das Faschingskomitee mit stehenden Ovationen feierte.