Alfershausen: Mehr Besucher als in den vergangenen Jahren
Foto: Eva Schultheiß
Alfershausen

Für den erkrankten Leiter des Amts für Kultur und Tourismus Jörg Ruckriegel begrüßte Abteilungsleiterin Nadine Menchen die Heimatkundler rund um das Thalmässinger Fundreich. Die stellvertretende Bürgermeisterin Ursula Klobe bedankte sich für das ehrenamtliche Engagement vieler Teilnehmer, die mit ihren regelmäßigen Aktivitäten und Führungen im Museum auf dem archäologischen Wanderweg für die Belebung des Fundreichs Thalmässing sorgen.

Nadine Menchen gab anhand von Lichtbildern einen Überblick über die heimatkundliche Arbeit des vergangenen Jahres. Sie erinnerte unter anderen an das Wanderwegepaten-Treffen im Sommer in Thalmässing, bei dem alle gemeinsam mit dem Kreiswanderwegewart Hans Luft den zertifizieren Wanderweg "Jurakante" erkundeten.

Keidel-Rechsteiner, berichtete, dass heuer ein Ordner zusammengestellt und an alle Schulen verschickt wurde, in dem umfassende Infos über alle Museen zu finden sind. Man hofft, dass so mehr Schulklassen in die Einrichtungen gelockt werden. Mit jährlichen Aktualisierungsblättern soll die Mappe immer wieder in Erinnerung kommen. Besucherzahlen waren das nächste Thema. Im Eisenhammer könne heuer wohl noch die 7000er-Marke geknackt werden. Er sei nun ein Ausflugsziel der Fluss-Kreuzfahrten von der Lände Roth aus. Mit bis jetzt 2588 gebe es heuer auch in Thalmässing mehr Besucher als in den beiden Vorjahren, freute sich Andrea Keidel-Rechsteiner. Zur Sonderausstellung über die Funde vom Euerwanger Bühl wurden immer wieder Führungen und museumspädagogische Aktionen angeboten. Bis einschließlich März ist das Museum von Freitag bis Sonntag von 10 bis 12 und von 13 bis 16 Uhr geöffnet.

Gut besucht war auch die winterliche Vortragsreihe. Sie wird im Januar, Februar und März fortgesetzt. Noch nicht alle Themen stehen fest, aber am 27. März erinnert Bernd Mühldorfer von der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg (NHG) an die Gründung des Museums vor 30 Jahren. Die anderen Termine und Themen werden bekannt gegeben, sobald alles feststeht.

Auch 2018 gestaltet der Arbeitskreis Vorgeschichte wieder einen Aktionstag, diesmal am Sonntag, 8. Juli, von 13 bis 17 Uhr. Verschiedene Vorführungen und Mitmach-Stationen sollen die Vor- und Frühgeschichte lebendig werden lassen.

Mit einem Brotzeitkörbchen bedankte sich Menchen bei allen, die durch Führungen dazu beigetragen haben, dass die Stationen des archäologischen Wanderwegs anschaulich erläutert werden: Rudolf Osthof, Eva Schultheiß, Ralf und Otto Somann, Paula Waffler und Frank Wichert. Auch heuer gibt es regelmäßige Museumsführungen jeweils am ersten Sonntag des Monats, die erste am Sonntag, 7. Januar.

Die Wanderwegführer erklärten sich wieder bereit, Führungen zu übernehmen, von April bis einschließlich Oktober an jedem letzten Sonntag im Monat am Vorgeschichts-, Kelten- oder Mittelalterweg. Ausnahme ist der September, da findet die Wanderwegführung wegen des Keltenfests bereits am 16. September statt. Die Führungszeiten werden wieder an den Fahrplan der Buslinie "Gredl-Express" angepasst. So besteht die Möglichkeit, mit diesem zu den Ausgangspunkten Thalmässing, Waizenhofen oder Landersdorf zu gelangen oder den Bus für den Rückweg zu nutzen.

Die nächste Führung am Premium-Vorgeschichtsweg ist am Dreikönigstag, 6. Januar, nach Landersdorf. Auch die beliebten Führungen für Hundefreunde mit Otto und Ralf Somann sowie Frank Wichert wird es wieder geben. Der Termin für eine Winterwanderung von der Tierpension Somann nach Reichersdorf wird je nach Schneelage bekannt gegeben. Start ist um 10.30 Uhr. Am Sonntag, 13. Mai, steht der Keltenweg am Programm (10.30 Uhr ab Parkplatz Geschichtsdorf Landersdorf). Am Sonntag, 14. Oktober, geht es ab 10.30 Uhr auf dem Premium-Vorgeschichtsweg vom Waizenhofener Espan (Treffpunkt) nach Landersdorf.

Für die Führungen mit Hund wird jeweils ein kleiner Beitrag (inklusive Brotzeit) erhoben. Anmeldung und Information bei der Tierpension Somann, unter Telefon (09173) 77960.

Thema der nächsten Sonderausstellung wird das 30-jährige Jubiläum sein. Bernd Mühldorfer von der NHG wird sie bis zum frühen Sommer zusammenstellen. "Eröffnet wurde das Museum am 16. Juli 1988", begann er seine Erläuterungen zur Ausstellung. Dargestellt wird der "Auslöser", die Grabungen am Landersdorfer Gräberfeld 1967 durch Karl-Heinz Denzler, 1983 durch die NHG und 1985/86 durch das Landesamt für Denkmalpflege. Weitere Themen sind unter anderem die Siedlung auf der Reuther Platte oder Eisenherstellung.