Ihnen bewilligte der Ausschuss zusammengenommen 350 000 Euro“, sagte die Bundestagsabgeordnete Marlene Mortler. Für Burg Abenberg wurde laut Mortler sogar aufgestockt: von beantragten 112 500 auf 150 000 Euro. „Die Förderbescheide müssen von den Landesbehörden ausgestellt, die Mitfinanzierung durch Dritte gesichert sein“, sagt Mortler. „Ich bin aber zuversichtlich, dass das alles seinen Weg geht.“

Die Mittel für die Burg Abenberg stammen aus dem so genannten „Denkmalschutzsonderprogramm V“ des Bundes. Geld aus diesem Sonderprogramm steht erst dann zur Verfügung, wenn das Parlament sie bei der Beratung des Bundeshaushalts bewilligt. Dies war im November 2014 der Fall. Das Besondere: Die Mittel des Sonderprogramms bleiben danach so lange gesperrt, bis die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters, über das Bundesfinanzministerium dem Ausschuss eine Liste zu fördernder Denkmäler vorlegt. Dies war jetzt der Fall. Mit der am Mittwoch erfolgten Zustimmung durch den Haushaltsausschuss können die Mittel fließen.

Fachleute schätzen, dass es in Deutschland rund 1,3 Millionen Kulturdenkmäler gibt. Ein Drittel davon gilt als gefährdet oder dringend sanierungsbedürftig.