Workerszell: "Hippieball soll hier bleiben"
Die Katholische Landjugend bekam bei ihrer Demonstration zum Erhalt des „Hippieballs“ spürbar den Rücken gestärkt - Fotos: chl
Workerszell
Der traditionelle „Hippieball“, eine der größten und beliebtesten Faschingspartys in der Region, steht wie berichtet auf der Kippe, weil sich ein Anwohner des Feuerwehrhauses am Dorfplatz, wo die Großveranstaltung stattfindet, dagegen stellt. Er pocht auf seine ihm zusehende Nachtruhe. Ohne sein Einlenken ist die Veranstaltung nicht durchführbar.

Mit der Demonstration am Dorfplatz, der die beiden zusammenwachsenden Ortsteile Rupertsbuch und Workerszell verbindet, wollte die Landjugend jetzt für einen Kompromiss werben. Deshalb traten die Vertreter der Landjugend Fabian Schneider und Florian Heieis betont sachlich auf: Es sollten keine Fronten verhärtet werden.

Fotostrecke: Demo pro Hippieball in Workerszell

Unterstützung bekamen sie vom Diözesanvorstand der KLJB: Veronika Hallmeier und Hannah Lehner betonten, mit der Organisation und Durchführung des „Hippieballs“ würden wichtige Leitlinien des Jugendverbandes gefördert, darunter der „Erhalt und Ausbau des Lebens im ländlichen Raum.“

Eine Reihe weiterer Wortmeldungen von Jugendlichen, aber auch von älteren Mitbürgern, machte deutlich, dass die Veranstaltung in der Dorfmitte tatsächlich von der überwiegenden Mehrheit der Bürger erwünscht ist. Bürgermeister Ludwig Mayinger machte klar, dass er weiter dafür eintreten werde, dass der „Hippieball“ an diesem Standort erhalten bleibe.

Der Bürgermeister erklärte, das neue Feuerwehrhaus sei auch als Gemeinschaftshaus für die Bürger, „auch für die Jugend“, gebaut worden.

Heieis und Schneider verwiesen darauf, dass die Landjugend aktiv am Bau mitgeholfen habe. Für die Feuerwehr als „Hausherr“ lobte der Vorsitzende Josef Breitenhuber die stets gute Zusammenarbeit mit der Jugend, die er nicht missen möchte. Dass die Landjugend den Erlös des Balls für wohltätige Zwecke spendet, sei ein weiterer Pluspunkt, hieß es in der Bürgerschaft. So sollte mit dem Erlös des Balls 2012 ein Kinderhilfsprojekt in Mexiko gefördert werden. Die Landjugend unterstütze mit ihren Erlösen aus dem Ball zudem den Kindergärten, die Seniorennachmittage und sei auch sonst im Dorfleben sehr aktiv. „Wir wollen, dass das so bleibt!“