Die Teilnehmerversammlung forderte Ideen und Vorschläge der Betroffenen, um diese gegebenenfalls noch in die Pläne mit einzuarbeiten.

Nachdem Planerin Daniela Koller einen Gesamtüberblick gegeben hatte, begann sie am Kirchplatz, der zu einem Dorfmittelpunkt werden soll. Mit einer durchgängigen Pflasterung - sowohl des Platzes als auch der Straße - wird eine optische Einheitlichkeit geschaffen. Weiter sollen eine Sitzgelegenheit und ein Brunnen eine gemütliche Verweilmöglichkeit schaffen. Auch an Weihnachten ist gedacht: Ein Platz für den Christbaum ist ebenfalls vorgesehen. Der Gehweg wird etwas nach Norden verlegt, da hier noch öffentlicher Grund vorhanden ist, der genutzt werden kann. Zudem soll der Baumbestand, soweit möglich, erhalten bleiben.

Eine Neuheit stellt der rund 1,50 Meter breite Multifunktionsstreifen dar, der sich um die Kirche zieht. Den Bedürfnissen der Fußgänger wird so Rechnung getragen; trotz der Enge der Straßen soll diese bei Bedarf vom Straßenverkehr genutzt werden dürfen - wenn auch dem Fußverkehr untergeordnet. Durch einen geeigneten Unterbau stellt die zusätzliche Belastung kein Problem dar. Solch eine Maßnahme wird auch im oberen Bereich der Kirchstraße umgesetzt. Hier ist vorgesehen, den östlichen Zweig zu einer Einbahnstraße umzuwidmen und durch einen Gehweg für Fußgänger aufzuwerten. Dieser reicht bis unter die Gabelung, um so eine übersichtliche Querung zu ermöglichen. Eine weitere Anpassung steht am westlichen Arm an: Durch eine Geländeänderung sollen ausfahrende Fahrzeuge einfacher in die Dorfstraße einbiegen können. Ähnlich ergeht es der Mühlstraße: Aktuell ist das Berganfahren aus der Mühlstraße in die Dorfstraße durch den wannenähnlichen Geländeverlauf eine Herausforderung, insbesondere für Lastwägen oder landwirtschaftliche Gespanne. Deshalb soll es hier eine Höhenanpassung geben. Mit dem Ende der letzten Hofeinfahrt wird deshalb die Steigung erhöht, um so die Wanne am oberen Ende der Straße zu entschärfen.

Im nächsten Schritt, so Planungsleiter Otto Kurz, soll die Planung abgeschlossen, die erforderlichen Behördengänge durchgeführt und die Ausschreibung gestartet werden. Er geht davon aus, dass im Herbst 2018 mit den Baumaßnahmen begonnen werden kann. Ob das ganze Projekt im nächsten Jahr umgesetzt werden kann, ist derzeit noch offen. Bürgermeister Thomas Hollinger wies darauf hin, dass aktuell noch eine Überprüfung und Neuberechnung des Kanals durch ein Ingenieurbüro durchgeführt wird und es gegebenenfalls hier zu zusätzlichen Arbeitsschritten kommen kann. Es soll aber vermieden werden, dass die Baustelle über die Wintermonate offen ist.

Besonderes Interesse der Anwesenden lag auf den zu erwartenden Kosten. Da die Planung jedoch noch nicht endgültig abgeschlossen ist, konnte nur eine sehr grobe Schätzung abgegeben werden: Demnach ist mit Ausgaben in Höhe von 800 000 Euro zu rechnen. Mit einem öffentlichen Zuschuss von etwa 50 Prozent werden somit etwa 400 000 Euro von der Gemeinde und den Anliegern zu tragen sein. Wie viel das für jeden Betroffenen ausmachen wird, konnte nicht beziffert werden. Kämmerer Bernd Fieger versicherte aber, dass es hierfür eine vorgeschriebene Anweisung gibt, an der sich die Gemeinde auch orientieren wird.