Die Möckenloher Stub'nmusi war mit Harfe, Hackbrett, Zither und Gitarre zum Adventssingen in der ehemaligen Kapuzinerkirche gekommen.
Die Möckenloher Stub'nmusi war mit Harfe, Hackbrett, Zither und Gitarre zum Adventssingen in der ehemaligen Kapuzinerkirche gekommen.
Bauer
Eichstätt

Die uralte Sehnsucht nach Frieden im eigenen Herzen und in der ganzen Welt und die Erwartung auf Rettung brechen besonders in der Adventszeit immer wieder neu auf. Die Sänger und die Instrumentalgruppen nahmen die Besucher mit auf den biblischen Weg der Verheißung.

Kräftig waren die Töne der Ranzhofer Ostturmbläser, die das Adventssingen eröffneten. Die Irlahüller Sänger riefen mit dem alttestamentlichen Propheten, stimmgewaltig und eindringlich "Ach tauet ihr Himmel herab den Gerechten, o Erd bring uns hervor den Heiland!" Aus dem Elend und der Not mit "Dornen und Disteln", soll Gott die Menschheit befreien - Mit dem Propheten flehten die Bergsängerinnen in "Geschrieben steht's" innig um Versöhnung. Dem sehnsüchtigen Ruf nach dem Retter folgte die Ankündigung der Geburt des Erlösers. Der Altmühltaler Hausgesang richtete den Blick auf die Hoffnungsträgerin Maria, die der höllischen Schlange den Kopf zertritt, einfühlsam mit dem Lied "Einen Rosen entsprossen". Auch die Irlahüller Sänger hoben die Bedeutung der Auserwählung Mariens hervor. Das hoffnungsvolle Lied "Wer tritt im Morgenscheine" beschreibt die Ankündigung an Maria, dass sie die Mutter des Retters werden wird. Bethlehem kommt näher.

Der Altmühltaler Hausgesang machte sich mit Maria und Josef auf den Weg zur Geburt des Heilands. Welche Freude dann an der Krippe. Der Retter ist endlich da. Der Altmühltaler Hausgesang sang diese frohe Botschaft und drückte die Freude aus: "Ach mein Seel fang zu singen an". Freude auch bei den Bergsängerinnen, sie intonierten "Zum Singa is's heit, so groß ist die Freid". Diese fröhliche Stimmung unterlegte die Möckenloher Stub'nmusi mit leichten, frohen Klängen. Mit sanften Tönen trugen sie die Besucher in ihrer Sehnsucht nach Entspannung, nach innerer Ruhe und Frieden mit den anderen Ensembles nach Bethlehem. Das harmonische Zusammenspiel von Harfe (Stefanie Dauer), Hackbrett (Christa Dauer), Zither (Thekla Stadler) und Gitarre (Reinhard Dauer) sorgte für entspannte Atmosphäre.

Ganz Ohr waren die Besucher bei den Solos von Stefanie Dauer. Sie spielt an der Tiroler Volksharfe vom zarten Piano bis zum kräftigen Forte. Die Beiträge zwischen den Musikstücken kamen wieder von Josef Kretzmann, der auch Leiter der Ranzhofer Ostturmbläser ist. In den selbstverfassten Texten setzte er sich mahnend mit der aktuellen Politik zu Asylbewerbern und der Familienzusammenführung auseinander. Er forderte einen "Advent der Menschlichkeit". Kretzmann informierte darüber, dass die Spenden der Besucher in Höhe von 580 Euro an "Nachbar in Not" weitergegeben werden. Mit dem Segen von Pater Hubert Dybala und dem von den Zuhörern und den Musikgruppen gemeinsam gesungenen Lied "Macht hoch die Tür" fand das stimmungsvolle Adventskonzert einen würdevollen Abschluss.