Die Staatsregierung wird aufgefordert, heißt in einem gemeinsamen Antrag im Landtag, im Rahmen vorhandener Stellen und Mittel ein Konzept zur Stärkung der Georegion Eichstätt-Solnhofen-Mörnsheim als ortsübergreifendes Gebiet der STEINreichen 5 (Solnhofen, Langenaltheim, Pappenheim, Treuchtlingen, Mörnsheim), insbesondere um das kulturelle und geotouristische Regionalbewusstsein zu fördern, in Zusammenarbeit mit den betroffenen Städten und Gemeinden zu erarbeiten. Im Hinblick auf die besondere Regionalität des weltbekannten Ortes Solnhofen, der Urvogelfundstelle Langenaltheim und des Lithografiestandorts Mörnsheim sei eine Vernetzung des Geotourismus mit der regionalen Kernkompetenz der Natursteinindustrie in Gang zu setzen.

Im Rahmen des Konzepts solle insbesondere auf Folgendes eingegangen werden: Wie können von Seiten der Staatsregierung die Solnhofener Plattenkalke mit der Lithografie und dem Urvogel Archaeopteryx in der Kultur- und Tourismuspolitik als "bayerisches Alleinstellungsmerkmal mit Weltruf" besser verankert werden

Das Museum Solnhofen (Träger und Betreiber: Gemeinde Solnhofen) soll als geowissenschaftliches und geotouristisches Dokumentationszentrum mit seinen Leihgaben der Staatssammlung für Paläontologie und Geologie einen zentralen Stellenwert bekommen, fordern die Antragssteller.

Es sei zu prüfen, inwieweit die bestehende Substanz des Museums an unersetzbaren Dauerleihgaben aus privater Hand durch Ankauf aus den Kulturetats des Freistaates für den weltbekannten Ort Solnhofen dauerhaft als Kulturgut gesichert werden kann. Damit solle eine Schwerpunktsicherung von Fossilien aus der Region für die Region erreicht werden, die mit der Sicherung des sechsten und neunten Exemplares des Urvogels Archaeopteryx von der Gemeinde Solnhofen bereits vorbildlich in Gang gesetzt worden sei.

Des Weiteren sei zu prüfen, inwieweit eine staatlich geförderte wissenschaftliche Begleitung des Geowissenschaftlers im Museum Solnhofen durch eine "dringend notwendige Präparatorenstelle" zu einer Sicherung der regionalen Schätze aus den Solnhofener Plattenkalken beitragen kann.

Bei einer Entwicklung geeigneter Konzepte sei insbesondere dafür Sorge zu tragen, dass diese neben dem Museum Solnhofen das gesamte Gebiet der STEINreichen 5 mit dessen lokalen Besonderheiten heraus stellt. Auch sei darauf zu achten, dass das Alleinstellungsmerkmal Solnhofens mit seinem Plattenkalk und dem Urvogel an den Zufahrtsstraßen der Region im öffentlichen Erscheinungsbild präsentiert und Bestandteil überregionaler Leitbilder der Region wird. In die Vernetzung des Geotourismus des Museums Solnhofen mit den STEINreichen 5 und der Natursteinindustrie sollen auch Schulen durch Einarbeitung von didaktischem Material eingebunden werden.

Den Ausschuss für Hochschule, Forschung und Kultur habe der Antrag bereits passiert, teilt Gerhard Wägemann mit. Die Zustimmung durch den Landtag dürfte demnach "nur noch Formsache" sein.