Zunächst beantragte Josef Kern für seine Biogasanlage eine Umwallung (wir berichteten). Diese ist notwendig, weil die bisherigen 16 landesrechtlichen Regelungen (VAwS) ab 1. August 2017 durch eine bundeseinheitliche Verordnung abgelöst wurden. Bisher unzureichend geregelte und damit potenziell problematische Schnittstellen von Biogaserzeugung zur klassischen Landwirtschaft wurden in dieser Novelle konkretisiert. Das betroffene Gebiet ist im Flächennutzungsplan der Marktgemeinde als "Sondergebiet Energiegewinnung" dargestellt. Aufgrund des Ausbauzustandes am Standort ist eine Umwallung des Einzugsgebietes der Behälter erforderlich. Der Marktrat stimmte mit der Maßgabe zu, dass die Umsetzung umgehend zu erfolgen hat, um einer Gefährdung der Umwelt "bei einem Unfall" entgegenzuwirken.

Der Kreisjugendring Eichstätt lässt für das Ferienprogramm 2018 anfragen, welche Angebote von Seiten der Marktgemeinde in diesem Jahr angenommen werden. Der Marktgemeinderat beschloss, in Dollnstein wieder die fünftägige Spielbusaktion durchzuführen und in Obereichstätt eine Zauberer-, Theater- und Clownvorstellung zu ordern.

Der Marktgemeinderat stimmte dem Antrag der Offroad Association International zur Durchführung des Altmühltrails am 20. Oktober zu, der wiederum in enger Abstimmung mit der DJK Dollnstein durchgeführt wird. Bürgermeister Wolfgang Roßkopf bezeichnete die Veranstaltung als allerbeste Werbung für den Ort und die Altmühltal-Region. Die Schulturnhalle kann für diese Veranstaltung wieder zu Verfügung gestellt werden, da die DJK Mitveranstalter ist. Die Anfrage, ob die Wanderer auf ihrer Tour, die durch den Ort führt, auch einen Blick beziehungsweise Abstecher ins Altmühlzentrum werfen dürfen, wurde auf Anregung von Thomas Kerner (FW) dahingehend erweitert, dass man den Altmühltrail dazu nutzen sollte, das Altmühlzentrum für einen "Tag der offenen Tür" generell für alle Teilnehmer zu öffnen.

Unbedingt noch behandeln wollte Bürgermeister Roßkopf den Punkt "Sanierung der Gemeindewohnungen". Dieses Thema liege ihm sehr am Herzen, da er sich auch schon lange hinziehe. Zwei Gebäude mit Wohnungen, die sanierungsbedürftig sind, sind im Besitz der Gemeinde. Dies sind zum einen die An der Altmühl 2/3 in Obereichstätt, zum andern der Kastenhof in Dollnstein. An der Altmühl 2 beherbergt zwei Wohnungen mit Flur und Keller. Beide Wohnungen sind derzeit nicht bewohnt und ein Baubeginn wäre jederzeit möglich. An der Altmühl 3 befinden sich zwei freie Wohnungen, insgesamt fünf mit Flur und Keller.

In Dollnstein stehe der Kastenhof an. Dort sind aktuell einige Wohnungen belegt, verschiedene Bereiche sind nicht benutzbar, da sie sanierungsbedürftig sind. Es gibt keine zentrale Wärmeversorgung im Haus, so dass hier ein umfangreiches Gesamtkonzept notwendig ist. Hier stelle sich die Frage, ob man ein Architekturbüro einschalten solle, das die Maßnahme betreut.

Die Sanierungsmaßnahme könnte aktuell mittels Fördermittel von Seiten der Regierung durchgeführt werden. Das Förderprogramm würde die zuwendungsfähigen Kosten in Höhe von aktuell 90 Prozent vorsehen. Zuwendungsfähig sind jedoch nur Wohnungen für anerkannte Asylbewerber mit Zweckbindung.

Roßkopf verwies auf die abgeschlossenen Groko-Verhandlungen, in deren Folge man die Ausgestaltung und Konkretisierung der Koalitionsvereinbarung abwarten müsse, inwieweit Bundesmittel für Bereitstellung von Sozialwohnungen erwirkt werden können. Deshalb soll geklärt werden, ob Zuwendungsmittel bei Sanierungen von Sozialwohnungen abgerufen werden können. Im Haushalt sind dann entsprechende Mittel für die Sanierung bereitzustellen.

Der letzte Tagesordnungspunkt, der Bericht über die Tourismusaktivitäten der drei Westgemeinden, musste dann auf die nächste Sitzung vertagt werden.