Rupertsbuch: Schießbetrieb nach neuem Standard
Den Eröffnungsschuss auf die neuen elektronischen Schießstände in Workerszell gaben die Ehrengäste der Einweihungsfeier ab (von links): Schützenkönigin Christine Volnhals, Ehrenmitglied Willi Amler, Bezirksrat Reinhard Eichiner, Gauschützenmeister Karl Renn, der Schernfelder Bürgermeister Ludwig Mayinger, der stellvertretende Gausportleiter Wolfgang Rixner, Gemeinderat Stefan Bauer und Sportleiter Manuel Friedel. - Foto: Spreng
Rupertsbuch

Besonders stolz zeigten sich die Verantwortlichen über die zehn neuen elektronischen Schießstände, zwei davon mit eingebautem Lichtgewehr, die nun einen Schießbetrieb nach neuestem, computergesteuertem Standard ermöglichen. Auch bei der Jugend soll dadurch verstärkt die Begeisterung für den Schießsport geweckt werden.

Dem festlichen Gottesdienst in Rupertsbuch, den die Bläsergruppe um Robert Pfefferle musikalisch umrahmte, und einem Festzug nach Workerszell schlossen sich die Eröffnungsfeierlichkeiten am Schützenhaus mit einem bunten Programm an. Viele Gäste nahmen die Gelegenheit für eine Besichtigung wahr. Bevor die Schießstände den kirchlichen Segen von Pfarrer Franz Remberger erhielten, berichtete Schützenmeister Werner Ruppert von den Umbauarbeiten, die 40 Jahre nach der Eröffnung des ersten Schießstandes im Jahr 1977 erfolgt seien. Er verhehlte nicht, dass es sich um einen Kraftakt gehandelt habe, bei dem in knapp sieben Monaten von 76 Helfern nicht weniger als 3660 Arbeitsstunden und 113 Maschinenstunden geleistet worden seien. Neben dem Schießstand und der Neugestaltung des Außenbereichs seien noch viele weitere ungeplante Umbaumaßnahmen dazugekommen, sagte Ruppert. Er dankte allen Helfern, Firmen, Sponsoren und Gönnern sowie den Mitgliedern des Bauausschusses. Namentlich bedankte er sich bei Philipp Breitenhuber, dem Koordinator des Baues, bei Thomas Bittl für die Verantwortung der gesamten Maurerarbeiten und bei Martin Kahl für die Tätigkeiten in Zusammenarbeit mit der Schreinerei Biehler, außerdem bei Gerhard Bittl für die komplette Einrichtung der Computer und bei der Familie Heieis aus Workerszell für die zahlreichen Traktor- und Maschineneinsätze. Ein besonderes Lob des Schützenmeisters galt auch dem "Bauhausmeister" Johann Stößl: "Den Hans konnte nicht einmal ein gebrochener Finger von der Arbeit abhalten", meinte Ruppert. Für die finanzielle Unterstützung galt sein Dank der Gemeinde Schernfeld und der Regierung von Oberbayern.

Gauschützenmeister Karl Renn würdigte die Leistung des Vereins als Meilenstein im Vereinsleben: "Durch diese gewaltige Investition habt ihr es verstanden, der Jugend weitere sportliche Perspektiven zu geben", sagte er. Auch Bürgermeister Ludwig Mayinger lobte die Leistungen des Vereins und der Vereine als Standortvorteil auf dem Land. Außerdem sagte er weiterhin die Unterstützung durch die Gemeinde Schernfeld zu, in deren Eigentum sich das Schützenhaus-Anwesen befindet.

Werner Ruppert warb für die Teilnahme am Jugendtraining, das immer dienstags ab 18.30 Uhr für das Alter ab sechs Jahren für Lichtgewehr und ab zwölf Jahren für Luftgewehr und Luftpistole angeboten wird. Am heutigen Donnerstag, 5. Oktober, findet das Kirchweihschießen statt: "Ob Jung oder Alt, alle sind eingeladen und jeder ist herzlich willkommen", so Ruppert.

Die Eröffnungsscheibe, für die alle Besucher einen kostenlosen Schuss abgeben konnten, gewann der 15-jährige Dominik Bittl aus Langensallach mit einem beachtenswerten 21-Teiler. Die Scheibe erhält im Schützenhaus einen Ehrenplatz.