Pollenfeld: Windkraft: Ja und Nein
Östlich der bestehenden Windräder wird in Pollenfeld eine neue Anlage errichtet. - Foto: fsg
Pollenfeld

Die Neue Energie Dollnstein eG beantragte die Errichtung eines Windrades mit einer Höhe von 199 Metern im Norden des von der Gemeinde im Flächennutzungsplan ausgewiesenen Vorrangranggebietes für Windkraftanlagen.

Der Gemeinderat erteilte das gemeindliche Einvernehmen für diese Windenergieanlage mit der Maßgabe, dass der Mast so weit nach Westen zu verschieben ist, dass der Rotorkreis innerhalb des Baugrundstückes ist. Des Weiteren hat der Antragsteller dafür zu sorgen, dass keine Gefährdung durch Eiswurf im Bereich der Ortsverbindungsstraße „Tittinger Weg“ erfolgen kann. Außerdem fordert die Gemeinde, dass für die übermäßige Straßen- und Wegenutzung bei der Baumaßnahme sowie bei der Verlegung von erforderlichen Leitungen auf öffentlichem Grund eine Nutzungsvereinbarung abzuschließen ist.

Einem weiteren Antrag auf Errichtung eines Windrades durch die Firma Primus GmbH & Co. KG aus Regensburg wurde das gemeindliche Einvernehmen verweigert. Diese Anlage mit einer Gesamthöhe von 184 Metern soll im Südosten des Vorranggebietes in der Nähe der Erdaushubdeponie errichtet werden. Allerdings zeigten die Planungen, dass der Mast teilweise außerhalb der ausgewiesenen Vorrangfläche liegt. Außerdem ragt der Rotorkreis im Osten in das Gelände der Erdaushubdeponie, im Süden in einen öffentlichen Feldweg hinein. Bürgermeister Willibald Schneider führte auch Bedenken bezüglich der geplanten Erweiterung der Deponie an.