Pollenfeld: Genossenschaft will Windrad in Pollenfeld bauen
Informationstreffen: Der Vorstand der Bürgergenossenschaft Neue Energie Dollnstein um Anton Risch (3. von links) und Vertreter der Gemeinde Pollenfeld um Bürgermeister Willibald Schneider (links) kamen jüngst zusammen. Die Genossenschaft überlegt, bei Pollenfeld eine Windkraftanlage zu bauen. - Foto: oh
Pollenfeld

Um sich gegenseitig über dieses Vorhaben auszutauschen, trafen sich Bürgermeister und Gemeinderat von Pollenfeld jetzt mit Vertretern der Genossenschaft sowie des Planungsunternehmens neoVIS GmbH am vorgesehenen Standort.

Bürgermeister Willibald Schneider betonte dabei die Vorreiterrolle der Gemeinde Pollenfeld im Landkreis Eichstätt in Sachen Windkraft und wies auf die frühe Ausweisung eines Vorranggebiets für entsprechende Anlagen hin. „Wir stehen den erneuerbaren Energien sehr positiv gegenüber“, erklärte Willibald Schneider. Auf den Konzentrationsflächen seien bereits drei Windkraftanlagen und in unmittelbarer Nähe eine Biogasanlage errichtet worden. Für die Gemeinde Pollenfeld sei es immer wichtig gewesen, einen Wildwuchs an Windkraftanlagen zu vermeiden, sagte Bürgermeister Schneider. Deshalb habe man frühzeitig steuernd eingegriffen.

Der Vorstandsvorsitzende der Bürgerenergiegenossenschaft Dollnstein, Anton Risch, erläuterte schließlich das geplante Projekt. Die Investition in erneuerbare Energie, vorrangig im Bereich Windkraft, sei Ziel der im Jahr 2011 gegründeten Genossenschaft. Derzeit habe man 53 Mitglieder und will die Energiewende mitgestalten. Risch machte dabei auf ein weiteres wichtiges Ziel der Dollnsteiner Genossenschaft aufmerksam: „Wir wollen hier ein Bürgerwindrad errichten, an dem sich viele Bürgerinnen und Bürger beteiligen können.“ Diese könnten nicht nur aus Dollnstein oder Pollenfeld, sondern aus der ganzen Region kommen.

Bei Planung, Finanzierung und Bau der Anlage würde man Wert darauf legen, regionale Firmen zum Zug kommen zu lassen. In mehreren Informationsveranstaltungen werde die Genossenschaft Anfang des kommenden Jahres die Bürger über den Stand der Planungen und die Beteiligungsmöglichkeiten informieren, hieß es zum Schluss des Treffens.