Pollenfeld: Ein kleines, aber feines Festival
Sorgten für einen fetzigen Sound: Rude Tins aus der Schweiz (oben), Still Better Than Dentist mit Sängerin Anna Grillmeier (links unten) und Supervision aus Österreich - Fotos: myn
Pollenfeld

Den Beginn gestalteten die Lokalmatadoren Still Better Than Dentist um Sängerin Anna Grillmeier. Viele Besucher genossen das schöne Wetter im Biergarten vor der Bauhofhalle, sodass wenige Zuschauer sich vor der Bühne versammelten. Trotz der geringen Zuhörerzahl zeigten die vier Musiker aus Neuburg eine solide Show und konnten mit ihrem rockigen Sound ein erstes Ausrufezeichen setzen. Sie gaben Lieder wie „Everything you need“ und „Prison“ zum Besten. Nach 60 Minuten war mit der Zugabe „Doomsday“ Schluss.

Danach war die Bühne frei für die Ska-Formation Supervision aus Österreich. Die sieben Mannen, schon 2012 auf dem PollenPop, starteten stürmisch und legten mit Songs wie „Sally Brown“ das Fundament für ein starkes Konzert. Mit ihren schnellen Ska-Songs sorgten sie schon von Beginn an für Furore und suchten den Kontakt zum Publikum. Sie luden das Publikum zum Mitmachen ein. Es wurde gehüpft, getanzt, gesungen, geklatscht. Die Band, bestehend aus Sänger Andreas Kastinger, Gitarrist Markus Kastinger, Andreas Sperl am Schlagzeug, Christian Gruber am Bass, Alex Wimmer an der Posaune, Tobias Perschl, Trompete, sowie Stephan Weinberger an den Tasten, spielte überwiegend Lieder aus ihrem neuen Album „Fresh“, die bei den zahlreichen Zuschauern, die sich vor der Bühne einfanden, gut ankamen. Jedes Lied wurde mit kräftigem Beifall honoriert. Auch Coversongs wie „Bad Boys“, im Original von Inner Circle, oder „The tide is high“ von Blondie, fanden den Weg ins Programm. Eine Überraschung gab es, als das Konzert für einen Heiratsantrag unterbrochen wurde. Mit „Don’t hesitate“ beendeten die Künstler ihren Auftritt nach rund einer Stunde.

Den krönenden Abschluss des Festivals bildeten die Rude Tins aus der Schweiz. Schon zum zweiten Mal nach 2013 stand die Band um Sänger Thomas Eichmann hier auf der Bühne. Die achtköpfige Truppe konnte mit ihrer Mischung aus Ska, Punk und Rock von Anfang an überzeugen und brachte die Zuschauer ebenfalls gehörig zum Tanzen. Mit Trompete, Saxophon, Posaune, Schlagzeug, Bass und Gitarre ausgestattet, legten sich die acht Jungs mächtig ins Zeug und starteten ihre musikalische Reise mit „Shout out loud“. Sie zeigten eine 90 Minuten lange energiegeladene Show, in der Songs wie „Rude Tins Show“ und „Call the police“ zum Besten gegeben wurden. Man merkte der Band die Lust an, live zu spielen. Die Zuschauer feierten die Band und tanzten sich vor der Bühne aus.

Auch die Organisatoren zeigten sich sehr zufrieden mit dem Verlauf des Festivals. „Der Bauhof ist ein hervorragender Ausrichtungsort für uns, da finden wir alles vor“, hieß es. Auch die Feuershow während der Umbaupause kam bei den Zuschauern gut an. Dass es familiär zuging, zeigte auch die Unterbringung der Bands im Feuerwehrhaus. „Einen herzlichen Dank an alle ehrenamtliche Helfer, die Gemeinde und die Feuerwehr für die tolle Unterstützung“, so die Veranstalter. Auch der Gemeindeabend, der einen Tag vorher an gleicher Stelle stattfand, war mit 300 Gästen bestens besucht.