Pfahldorf: Gastronom unter Strom
Josef und Michaela Geyer (vorne) präsentierten ihr "E-Car-Sharing"-Konzept mit Naturpark-Geschäftsführer Christoph Würflein, Eichstätts Tourismuschef Lars Bender, Kipfenbergs Bürgermeister Christian Wagner, Landtagsabgeordneter Tanja Schorer-Dremel, OB Andreas Steppberger und dem Beilngrieser Touristikchef Philipp Röder. - Foto: Redl
Pfahldorf

Geyer betreibt bereits ein Appartementhaus in Pfahldorf; seine Familie bewirtschaftet erfolgreich das Landhotel Geyer. Jetzt will er das touristische Angebot ausbauen. Ziel des neu gegründeten Unternehmens ist der Aufbau eines im gesamten Naturpark flächendeckenden Netzes von Stromladestationen, an denen von ihm auf Leihbasis zur Verfügung gestellte Elektroautos abgestellt und geladen werden können. "E-Car-Sharing" nennt sich das. Bislang hat er an seiner Ladestation in Pfahldorf einen E-BMW stehen. Ein weiterer soll demnächst folgen, der fest in Eichstätt installiert werden soll. Ein entsprechender Parkplatz inklusive Ladestation wird derzeit noch gesucht, Oberbürgermeister Andreas Steppberger zeigte sich bereits zuversichtlich, dass dies bald realisiert wird.

Auch ansonsten ist Geyer eifrig in Gesprächen mit Vertretern weiterer Kommunen. Aber auch die Gastronomiebetriebe im Fremdenverkehrsland Naturpark sollen ins Boot geholt werden. Denn sie könnten die Hauptnutznießer von Geyers Idee sein. "Ein Tourist, der beispielsweise mit dem Zug in Kinding ankommt, könnte dort bereits ein E-Auto vorgebucht haben und mit diesem dann zu seiner Unterkunft fahren; dort kann er das Auto für seine Ausflüge im Naturpark nutzen und auch wieder aufladen." Aber auch an Einheimische denkt Geyer. Studenten beispielsweise, denen in Eichstätt kein Fahrzeug zur Verfügung steht, die aber dann und wann ein Auto nutzen wollen. Dementsprechend einfach und online soll die Buchung des E-Autos sein. Hat man sich angemeldet, registrieren lassen und gebucht, kann man mit einem entsprechenden Chip, den es entweder bei seiner neuen Firma oder der Touristinformation des Naturparks Altmühltal gibt, das vorreservierte E-Auto freischalten, abholen und am Startpunkt wieder abstellen.

Der Naturpark Altmühltal begrüßt die Privatinitiative des Pfahldorfers als ein Projekt, "nachhaltige Mobilität in die Fläche zu bringen", wie Geschäftsführer Christoph Würflein sagt. In anderen Regionen hätte die öffentliche Hand derartige Ideen mit "Millionenbeträgen" gefördert. Würflein: "Neben den Stromtretern ist dies ein wichtiger Schritt für einen nachhaltigen Tourismus in der Region.\"