Mörnsheim: Beliebter Campingplatz
Foto: DK
Mörnsheim

Der Campingplatz ist umgeben von hohen Bäumen, der Altmühl und grünen Wäldern. Drei Wohnwagen mit Kennzeichen aus Aalen und Rhein-Lahn-Kreis parken auf den über 20 Stellplätzen, und eine Familie paddelt über den Fluss. Christine Kneifel arbeitet im Kiosk des Campingplatzes. Sie sitzt im Biergarten und erledigt die Büroarbeit. Der 2011 eröffnete Zeltplatz Hammermühle war diesen Sommer "gut besucht", erzählt Bürgermeister Richard Mittl. "Es sind 4000 bis 6000 Camper jährlich", berichtet Kneifel. Die Hammermühle sei "der bestbesuchte Campingplatz im Naturpark", sagt Mittl. "Er war schon oft voll besetzt", bestätigt Christine Kneifel. Dass es am heutigen Tag so leer ist, liegt wohl am Wochentag. Am Wochenende sei es immer voll.

Trotz des regnerischen Wetters haben sich zwei Aalener auf einen Vater-Sohn-Ausflug gemacht und werden in Mörnsheim zelten. "Wir warten auf gutes Wetter und wollten eine Fahrradtour machen", erzählt der Vater. Es kämen Reisende aus der Region, aus Bayern, aber auch aus dem Osten, erläutert Christine Kneifel. Außerdem beherberge der Campingplatz auch Bootswanderer. "Viele zelten hier und paddeln dann weiter." Fahrrad- und Bootsfahrer halten am Kiosk des Campingplatzes und essen einen hausgemachten Nudelsalat oder Pfannkuchensuppe. "Viele sind auf der Durchreise, aber einige haben auch das Ziel Mörnsheim", erzählt Kneifel. Die Leute würden den Platz loben.

Er vereint die drei Freizeitaktivitäten im Naturpark Altmühltal: Rad- oder Wanderwege und die Altmühl ziehen Naturliebhaber nach Mörnsheim. Der Platz sei schon immer ein zentraler Anlaufpunkt gewesen, erinnert sich Mittl. Deswegen investierte die Gemeinde in den Campingplatz. Mörnsheim möchte ihn laut Bürgermeister "familienfreundlich und behindertengerecht" gestalten. Der Pächter Bernd Fischer ist zufrieden: "Man kann sich nicht beschweren, es war eine gute Saison", fasst er zusammen. Die Mitarbeiterin erzählt, dass es vor einigen Jahren "Schwarzcamper" gab, aber diese Zeiten seien vorbei. "Die Partygruppen gehen woanders hin." Ein Problem gibt es aber noch auf dem Campingplatz: Personalmangel. "Wegen der Saisonarbeit sind Mitarbeiter schwer zu finden", erklärt Kneifel. Sie und Fischer würden sich sehr über Bewerber freuen, die auch als Vollzeitkräfte arbeiten könnten.