Mittwoch, 23.05.2012 |

 

02.02.2012 21:24 Uhr | 110x gelesen
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"Kleinsilber" im Sandsieb


Bild:

Landershofen (je) Es ist schon ein großer Glücksfall, was einem Mann in Landershofen passierte: Beim Durchsieben von Sand blieb im Gitter eine rund 1800 Jahre alte Silbermünze hängen.


Landershofen: "Kleinsilber" im Sandsieb
Die Rückseite der keltischen Silbermünze. - Foto: je
Das Geldstück aus dem 2. Jahrhundert nach Christus ist „putzige“ acht Millimeter groß, und es war schon erstaunlich, dass es überhaupt auffiel. Die Münze gehört zum sogenannten „keltischen Kleinsilber“, wie Konservator Albert J. Günther sagte. Für ihn war der Fund wie ein mittlerer Lottogewinn: Der Finder schenkte sie nämlich dem Museum für Ur- und Frühgeschichte auf der Willibaldsburg. Er will anonym bleiben.

Die keltische Silbermünze entstand in der Zeit der Vindelizier. Zu sehen sind auf einer Seite Kreise und weitere Symbole, auf der Rückseite ein Kreuz, in den Winkeln ist abwechselnd ein „V“ oder ein Ring. Solche Kleinsilbermünzen sind rar und werden äußerst selten gefunden. Günther: „Landershofen war keltisches Siedlungsgebiet“. Er sagte noch, dass das kleine Silberstück nicht nur Zahlungsmittel war, sondern auch als religiöses Zeichen galt.

An dem Geldstück lässt sich die hohe Kunst der Goldschmiede in dieser weit zurückliegenden Zeit erkennen. Es kann im Museum auf der Willibaldsburg bewundert werden. Die Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 16 Uhr; montags ist Ruhetag.


Von Marlene Ettle

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