Mit viel Engagement hatten Schülerinnen der Maria-Ward-Schule ihren „Naos“ im Rahmen eines Projekttags verschiedene Fähigkeiten, wie tanzen, einfache Dialoge oder Gesichtserkennung beigebracht.
Kusche, Dagmar, Eichstätt
Eichstätt

Bei einem Projekttag zum Thema "Kommunikation Mensch - Maschine" hatten sich Schülerinnen des Sozialzweigs der kirchlichen Realschule intensiv mit den beiden Robotern auseinandergesetzt, die von der Initiative Regionalmanagement Region Ingolstadt (IRMA) künftig an Schulen verliehen werden. Für ihr Publikum, darunter Eichstätts Landrat Anton Knapp, Schulleiterin Barbara Staudigl, der Leiter der Hauptabteilung Schulen im Ordinariat, Peter Nothaft, sowie Vertreter von IRMA, hatten die Schülerinnen eine spannende Stunde mit den Naos vorbereitet. Ihr Resümee: Die Roboter sind vielfältig einsetzbar, aber sie können nur bedingt die zwischenmenschlichen Beziehungen ersetzen.

"Mag er denn schon?" Alle Blicke sind zu dem imposanten weißen Roboter gerichtet, der auf Geheiß vielversprechend zu blinken beginnt und erste Bewegungen vollzieht. Ja, er mag: Zunächst beginnt der rot blinkende Nao, seine Körperglieder zu bewegen, dann startet der blaue Roboter, sich zu präsentieren. "Nao" - das ist der Name des chinesischen und japanischen Schriftzeichens für Gehirn und gleichzeitig eine lautmalerische Transkription des englischen Wortes "now", erläuterten die Projektbegleiterinnen Ulrike Rhein (Lehrerin für Informatik) und Renate Stoll (Lehrerin für Sozialwesen) den Namen der knapp 60 Zentimeter großen humanoiden Roboter. Die Maria-Ward-Schule hat ihn sich für die Zehntklässlerinnen des Sozialwesenzweigs ausgeliehen - und zwar von "MINT-Macher", einem Netzwerk der IRMA, das sich der Förderung der Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik widmet. Das Ziel: den Schülern im Umgang mit den Naos die Möglichkeit bieten, zu einer fundierten Einschätzung zu gelangen, wie sich der in den Medien vielfach beschriebene und in Japan bereits praktizierte Einsatz von Robotern im Pflege- und Dienstleistungsbereich auf Mensch und Arbeitswelt auswirkt.

Mit viel Engagement hatten Schülerinnen der Maria-Ward-Schule ihren „Naos“ im Rahmen eines Projekttags verschiedene Fähigkeiten, wie tanzen, einfache Dialoge oder Gesichtserkennung beigebracht.
Kusche, Dagmar, Eichstätt
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"Wir waren sehr skeptisch", gibt Schulleiterin Barbara Staudigl in ihren Begrüßungsworten zu, "doch als wir vor den Naos saßen, mit ihnen sprachen, spielten und sie humanoid behandelten, hat uns das sehr zum Nachdenken gebracht." Das Arbeiten der Schülerinnen an der Schnittstelle von Kommunikation, Mensch und Maschine sei eine große Herausforderung und Chance, handele es sich doch dabei um die Erstbegegnung einer neuen Generation von Robotern mit der Generation von jungen Erwachsenen, sagte Staudigl. Dass diese Erstbegegnung mit den beiden Naos ein spannendes Erlebnis darstellte, darin waren sich die Zehntklässlerinnen einig. Zwar sei immer wieder einmal die Verbindung zwischen Roboter und Computer unterbrochen worden, Fehler hätten behoben und Spracheinstellungen verändert werden müssen. Auch erfordere es Geduld, bis die Programmierung funktioniere. Aber, so betonten alle unisono: "Es macht sehr viel Spaß und ist eine schöne Abwechslung, mit den menschenähnlichen Robotern zu arbeiten."

Sie können tanzen, erzählen, Rechenaufgaben stellen und anderweitig Wissen vermitteln: Diese sympatischen Roboter – „Naos“ – könnten zukünftig in Schulen für Abwechslung sorgen. In der Maria-Ward-Realschule kamen sie bereits zum Einsatz.
Kusche, Dagmar, Eichstätt
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