Kipfenberg: Neue Anführer der Maschkerer
Regieren in Kipfenberg über den Fasching: Eva Schermer und Christian Forster. - Foto: Graf 
Kipfenberg

Eva Schermer ist 26 Jahre alt, stammt aus Böhming, wohnt aber seit einem halben Jahr in Kipfenberg und arbeitet als Projektmanagerin in einem Unternehmen für Photovoltaik. Der Prinz Christian Forster, den man in Kipfenberg wohl nur unter seinem Spitznamen Muggl kennt, den er schon von seinem Vater und Großvater geerbt hat, ist 36 Jahre alt und arbeitet als gelernter Maurer im Bauhof. In dieser Funktion kümmert er sich in den Sommermonaten als Bademeister - oder offiziell: Fachangestellter für Bäderbetriebe - um die Wasserqualität und das Wohl der Schwimmgäste.

Die Beziehung zum Fasching ist bei den beiden sehr unterschiedlich ausgeprägt. Die Prinzessin hat die klassische Karriere für eine Tollität vorzuweisen: Bereits mit neun Jahren tanzte sie in der Kindergarde, später in der Jugendgarde und seit 2008 in der großen Garde. Seit 2014 fungiert sie als Hofdame und als Trainerin des Showteils. Außerdem ist sie Schriftführerin beim Kulturverein Die Fasenickl.

Ein exzessives Faschingsgen besitzt der Prinz, den man in Kipfenberg auch als ersten Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr kennt, eher nicht: "Meine Tätigkeit im Fasching beschränkte sich bisher auf die Einlage der Feuerwehr beim Feuerwehrball", sagt Forster.

Doch bei Eva Schermer stellte sich der Wunsch nach einer tragenden Rolle im Kipfenberger Fasching sehr bald ein: "Schon zu meiner Zeit in der Kindergarde war es mein Traum, einmal Prinzessin zu sein." Dieser Traum hat sich nun erfüllt: Der Elferratspräsident Josef Bögelein und Hofmarschall Jürgen Köppel, die sich schon in den Sommermonaten Gedanken über die Anführer des Faschings gemacht hatten, haben die beiden als Prinzenpaar auserkoren.

Freilich machen sie es zusammen, denn sie sind ja immerhin seit zweieinhalb Jahren auch privat ein Paar. Und wie es sich für ein vernünftiges Prinzenpaar gehört, hat es natürlich im Fasching zwischen den beiden gefunkt - am Unsinnigen Donnerstag 2015. Voller Vorfreude blicken beide nun auf den kommenden Fasching: "Mir gefällt der Zusammenhalt im Verein und die Gaudi bei den Auftritten und Ausflügen", sagt die neue Prinzessin. Und auch das Feiern kommt im Kulturverein nie zu kurz. "Ich freue mich vor allem auf das Tanzen und dabei auch auf den Prinzenwalzer", sagt der Prinz. Die Proben haben schon begonnen. Ein persönlicher Höhepunkt im Fasching ist für die beiden das überregionale Narrentreffen Anfang Februar.

Knapp zwei Monate haben die Tollitäten jetzt Zeit, ihre Tänze einzustudieren, denn der erste öffentliche Termin steht bereits fest: Am 6. Januar 2018 wird in Kipfenberg mit dem Eröffnungsball der Fasching eingeläutet.