Bürgermeisterin Claudia Grund (links) und die Vorsitzende des Stadtmuseumsfördervereins, Beate Hueber, hielten bei der Vernissage die Eröffnungsreden. Beide freuten sich über das gelungene Ausstellungsprojekt.
Bürgermeisterin Claudia Grund (links) und die Vorsitzende des Stadtmuseumsfördervereins, Beate Hueber, hielten bei der Vernissage die Eröffnungsreden. Beide freuten sich über das gelungene Ausstellungsprojekt.
Foto: Johann Kraus
Eichstätt
Noch bevor die Eröffnungsreden von Bürgermeisterin Dr. Claudia Grund und der Vorsitzenden des Stadtmuseumsfördervereins, Beate Hueber, gehalten wurden, nahmen die zahlreichen Gäste gebannt die einzelnen Objekte ins Visier. Zu entdecken gab es vieles, schließlich konnte man dank der vielschichtigen und facettenreichen Installationen immer tiefer in das jeweilige Jahrzehnt und seine Kuriositäten eintauchen.

Grund lobte in ihrer Ansprache die "kongenialen Kompositionen" des künstlerischen Beraters Stefan Weyergraf und verriet, dass selbst sie als Museumsfrau voller Bewunderung darüber sei, was hier geschaffen und geschafft wurde. Ein großes Kompliment sprach Grund auch Alois Steidl aus, der die "höchst kreativen bis gewagten" Palettenkonstruktionen Realität habe werden lassen. Die Ausstellung sei eine sehr gelungene Gemeinschaftsproduktion - angefangen bei den Leihgebern und Aufsichten über die Vorsitzende Beate Hueber, die das Konzept der Ausstellung entwickelte und die Texte - teilweise in Teamwork mit anderen Eichstättern - erarbeitete, bis hin zu Stefan Weyergraf und Alois Steidl sowie dem zweiten Vorsitzenden des Fördervereins, Josef Schmidramsl, und der Schriftführerin Theresia Asbach-Beringer. Altbürgermeister Schmidramsl habe als der "gute Geist" im Hintergrund vieles organisiert, Asbach-Beringer die Konzeptidee des Speichergeflüsters beigesteuert sowie das Gros der Öffentlichkeitsarbeit übernommen.

Beate Hueber zeigte sich ebenfalls begeistert. Sie bedankte sich unter anderem bei den vielen Eichstättern, die mit ihren Exponaten und Geschichten die Ausstellung erst möglich gemacht hätten und durch die sie "zahlreiche reizvolle und amüsante Stunden intensiver Stadterkundung" erlebt habe. Nicht ohne einen leichten Seitenhieb konstatierte Hueber: "Da wir seit der Gründung unseres Fördervereins vor zehn Jahren auf ein Stadtmuseum warten, aber immer noch keines haben, machen wir die Not zur Tugend und tun einfach so, als gäbe es eines: Wir konzipieren eine Ausstellung von Bürgern für Bürger und können so hoffentlich Impulse für ein lebendiges Stadtgespräch setzen."

Beim Blick in die Runde ließ sich während der Vernissage durchaus feststellen: Gesprächsstoff liefern die Ausstellungsstücke in der Tat zuhauf.



Ausführlicher Bericht über die Ausstellung folgt. Sie läuft bis zum 1. Mai und ist wochentags von 13 bis 18 Uhr und an den Wochenenden von 10 bis 18 Uhr geöffnet.