Es ist außerordentlich mühsam, aus dem Gewirr von umgestürzten Masten, Seilen und Draht die Reben so zu bergen, dass dabei niemand verletzt wird. Zudem soll natürlich das Erntegut, soweit das unter diesen Umständen überhaupt möglich ist, wenig Schaden leiden. Dazu ist ein Großaufgebot an Helfern und Technik notwendig.

Kein Hopfenanbaubetrieb ist in der Lage, dies ohne fremde Hilfe zu leisten. Zum Glück sei die Hilfsbereitschaft von Verwandten, Freunden und Kollegen, die er derzeit erfahre, fast ebenso groß wie das Unglück, berichtet Florian Böhm. Mit 18 großen Traktoren, ausgerüstet mit leistungsfähigen Frontladern, sind die Helfer angerückt, um bei der Bewältigung dieser Aufgabe zu helfen. Dabei kommt ihnen das beim gleichen Unglück vor elf Jahren erworbene Wissen zugute.

Der Reihe nach wird ein Bifang nach dem anderen mit Frontladern, deren Ausladung verlängert wurde, soweit angehoben, dass darunter mit dem Abreißgerät die Reben geladen werden können. Bohm hofft, mit dieser Technik die Ernte auf der vom Sturm betroffenen Fläche von annähernd zehn Hektar in gut vier Tagen einbringen zu können. Es sei derzeit schwer, den Schaden, den dieser Sturm angerichtet habe, abzuschätzen. Das Ausmaß der Verwüstung werde erst nach und nach überschaubar. Allein die Wiedererrichtung der Anlage werde fast 200 000 Euro verschlingen, befürchtet der Hopfenbauer. Überwältigt ist die Familie Böhm allerdings von der Hilfsbereitschaft, die sie erfährt.

Ohne große Probleme sei es gelungen, dieses beträchtliche Aufgebot an Technik und Helfern zu organisieren. Dankbar ist die betroffene Familie allen, die sich spontan gemeldet haben, um an der Aufarbeitung dieses Schadens mitzuwirken.