Eichstätt: Goldenes Professjubiläum im Kloster St. Walburg in Eichstätt: Schwester Fides Nossek und Schwester Maria Glaubitz (links) gedachten am Samstag des 50. Jahrestags ihrer Gelübde.
Goldenes Professjubiläum im Kloster St. Walburg in Eichstätt: Schwester Fides Nossek und Schwester Maria Glaubitz (links) gedachten am Samstag des 50. Jahrestags ihrer Gelübde.
Schneider
Eichstätt

Der Abt von Andechs, Johannes Eckert, feierte mit demKonvent und vielen Gläubigen in der voll besetzten Klosterkirche das Jubiläum. In seiner Predigt legte Eckert das Wort „Geheimnis“ aus: „Wer ein Geheimnis teilt, teilt ein Stück Heimat.“ Vor 50 Jahren hätten sich die beiden Nonnen diesem Geheimnis anvertraut – Gott. „Heute kommen Erinnerungen an Ihre Entscheidung hervor, hier in St. Walburg heimisch zu werden.“ Es gebe Höhen und Tiefen im Klosterleben, auf die Schwester Fides und Schwester Maria dankbar blicken sollten. Bei allem Ärgernis, bei aller Unzulänglichkeit: „Das Geheimnis Gottes offenbart sich in jeder Mitschwester, in jeder Begegnung“, sagte der Abt.

Maria Glaubitz stammt aus Schlesien, war in Hameln aufgewachsen und trat 1965 – schon als ausgebildete Lehrerin – in St. Walburg ein, 1967 legte sie ihre Gelübde ab und wurde Lehrerin an der Volksschule St. Walburg. Bis 1999 unterrichtete sie dort, zunächst Grundschulklassen, später dann vorwiegend die siebten bis neunten Klassen. Von 1999 bis 2010 war Schwester Maria im Priorat St. Emma in Pennsylvania/USA tätig; heute arbeitet sie im Klosterladen mit.

Die zweite Jubilarin ist seit 2004 Priorin von St. Walburg, also in der Rangfolge die zweite nach Äbtissin Franziska Kloos: die aus Böbingen stammende Schwester Fides Nossek. Sie war 1963 in Eichstätt eingetreten, studierte hier an der Pädagogischen Hochschule und unterrichtete ab 1967 an der Volksschule St. Walburg, vorwiegend die ersten und zweiten Klassen. Von 1992 bis 2008 war Schwester Fides Rektorin der Grund- und Teillhauptschule St. Walburg.