Erstmals fand der Ball im Alten Stadttheater zum Abschluss des Dies Academicus statt. Vor einigen Wochen hätte er gar nicht mehr stattfinden sollen, dann nahmen aber Studenten, federführend Benedikt Brunner und Elisabeth Gottwald, die Organisation in die Hand und hatten binnen zwei Tagen den Ball restlos ausverkauft. Wieder einmal mehr war er gesellschaftlicher Höhepunkt im Universitäts-Leben. Auch der Vorsitzende der Hochschulleitung, Professor Rudolf Fisch, war mit seiner Frau Franziska gekommen.

Sichtlich erfreut nahm Alterspräsident Ruprecht Wimmer und seine Frau Françoise teil. Wimmer hatte den Ball vor Jahren ins Leben gerufen. Für Tanzmusik sorgte Entertainer Harald Heckl. Er legte zunächst Musik zum Standardtanz auf, zu späterer Stunde gelang ihm aber gekonnt der Wechsel zur Party-Musik.

Mit einem Walzer eröffnete Fisch zusammen mit der Vorsitzenden des Studentischen Konvents, Juliane Roscher, das Tanzvergnügen. Augenzwinkernd bemerkte er am Rande der Veranstaltung: "An der Uni gibt es auch Tanzkurse, da war ich auch schon dabei." Auf der Tanzfläche war bisweilen kein Platz mehr zu finden. und ein "Eins, zwei, drei, Aua" war fast schon normal.

Zwischen den Tanzrunden gab es auch drei Programmpunkte. Ein Beitrag kam vom Sportzentrum der Uni. Studentinnen tanzten unter Leitung von Vanessa Korn zu einem Stück aus dem "Tanz der Vampire" und aus dem Tanzfilm "Center Stage". Die Neuburger ADTV-Tanzschule Kober hatte eine Formation entsandt, die professionell Standard mit Figuren vorführte.

Schon fast traditionell am Uni-Ball ist der Auftritt von Joachim Grzega, der sich auch dieses Mal wieder als Glücksfall zeigte. Der Privatdozent ist bekannt für seine umwerfenden Imitationen des legendären Frank Sinatra. Diesmal erinnerte er in einem Medley an verschiedene James-Bond-Filme und bot sich am Ende als neuer "007" an.

Wer eine Tanzpause einlegen wollte oder sich in einem etwas ruhigeren Ambiente erholen wollte, konnte im Foyer des Alten Stadttheaters an die Bar wechseln. Derweil wurde oben vergnügt weitergetanzt, solange die Musik spielte.

Um 1 Uhr war im Saal dann Schluss, für viele etwas zu früh. Das sei in den letzten Jahren anders gewesen, war zu vernehmen. Dafür fand in der Bar dann eine "After-Show-Party" statt. Wer am nächsten Tag die studentische Freiheit nutzte und die Vorlesungen sausen ließ, hatte hier genug Gelegenheit, bis in die Morgenstunden hinein ausgelassen bei Cocktails und CD-Musik zu feiern.